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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 5

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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…/3486266-3486267--0005-3486364
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IV auch unser Jahrbuch ein Anrecht darauf, zu den Mitteln gerechnet zu werden, mit denen wir die Lösung unserer Aufgaben versuchen wollen, wenn es gleich nur einen kleinen Zweig unserer Tätigkeit bildet. Dem ersten Zweck der Gesellschaft, der Förderung jüdischer Wissenschaft, dient es schon dadurch, dass es ein Sammelplatz für kleinere Arbeiten werden soll, die an sich kein selbständiges Werk bilden, sondern nur einzelne Bausteine sind, die zum weiteren Ausbau der Wissenschaft dienen. Insbesondere aber glauben wir, eine Förderung der jüdischen Wissen- Schaft durch das Jahrbuch erwarten zu dürfen, weil wir beabsichtigen, in ihm ein Organ für Arbeiten zu schaffen, welche, anknüpfend an die Tätigkeit der Grossen, die in jener Zeit lebten, zunächst die jüdische Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts behandeln und dazu beitragen sollen, ein klares Gesamtbild jenes Zeitraumes herzustellen. Wenn in unserem ersten Jahrbuch keine derartige Arbeit vorhanden ist, so liegt das daran, dass bei der Kürze der Zeit die für eine wissenschaftliche Forschung notwendigen Vorarbeiten nicht erledigt werden konnten, wir haben aber begründete Aussicht, dass schon im nächsten Jahrbuche einige, bereits in Angriff genommene, derartige Arbeiten Platz finden werden. Auch die Bücherschau und Kritik, der wir einen Platz einräumten, sind wenigstens indirekt eine Förderung der jüdischen Wissenschaft zu nennen, und wir hoffen, auf diesem Gebiete ebenfalls schon im zweiten Jahre mehr leisten zu können. Es ist sicher kein gutes Zeichen für eine Literatur, wenn es ihr an einer freien, ungeschminkten Kritik fast gänzlich mangelt, und in diesem Punkte ist es mit unserer jüdischen Literatur j nicht

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