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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 817

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 817 (sequence 826)
Language
German, English, Hebrew
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817 auch Auf den bebauten Flachen r,e^:?n.ii8t;vc Arbeitsmethode angewandt werden, wahrend diese Madien - durdi i nt vwiing der Bewässerung und die Einführung intensiver Bearbeitung - e.nc vieüaj. grÖi,e;e lindwirtsduftlidu- Bevölkerung enähren konnten. a 2, Drcr.Coun!:il fc,It mir ä^orgni.s fest, da,N der Fort.diritc des Bodenerwerb, du:eh Juden mit dem Anw.nh^n der jüdischen Bevölkerung mehr Schritt hält. Der Council erblickt in diesem Mißverhältnis* eine ernste Gefahr'fü* die $c«unde Struktur de, jüdischen Nation alhcmis. Der Council wendet sich daher an Ja jüdische Volk mit der Aufforderung, keine Mühe für die Krmöglichung einer starken Erweiterung der jüdischen landwirtsdiaftlichen Bevölkerung zu scheuen, durch Erwerb von Boden für neue Kolonisation und durdi Vergrößerung der Aufnahmefähigkeit der bestehenden , Li od wirtschaftlichen Siedlungen. 5- Der Council stellt fest, daß außer der Bewilligung, die für den Erwerb der Hulch-Konzession durdi Juden erteilt wurde — wobei ein Drittel der Bodenflädie für arabische Bauern reserviert wurde —. von Seiten der Regierung nur sehr wenig getan wurde, um Artikel 6 des Mandates zu erfüllen, weldier die Regierung Palästinas »vrpflichtet. „eine dichte Ansicdlunc, der Juden auf dem Boden, einscfiließlicii Res»iejwng^böden und Brasiliand, die für öffentlidic Zwecke nicht benötigt werden, zu fördern". Der Council betont, daß die jüdische Kolonisation und lanuVirtsduftlidie Entwicklung nicht nur keinen Mangel an Boden unter der arabisdien landwirtsdiaftlidien Bevölkerung verursacht haben, sondern im allgemeinen ein widitiger und direkter ' aktor für die Entwicklung der arabisdien Landwirtsdiaft gewesen sind. Deshalb verlangt der Council von der Mandatarmacht, daß sie dazu verhilft, große Ländereien, die heute ganz oder teilweise unbebaut sind, für eine dichte jüdische Kolonisation ausfindig zu machen und die Erschließung und rationelle Ausbeutung der Wasscrquellen für diesen Zweck zu fördern. 4. Der Council lenkt die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Richtung, die in der letzten Zeit in der Bodengesetzgebung und in der administrativen und juridischen Behandlung der Bodenangelcgenheiten eingcsdilagen wird, und die in vielen Fällen eine Anfechtung der jüdischen Eigentumsrechte auf Boden verursacht hat. Der Council hält es für dringend notwendig, die gegenwärtige Gesetzgebung und Praxis in der Richtung zu revidieren, daß die gesetzlichen Bodenbesitzer gegen Grenzüberschreitungen und fiktive Ansprüdic geschützt werden. 8. FÖRDERUNG DER LANDWIRTSCHAFT. Der Council (ordert die Palästina-Regierung auf, der jüdischen landwirtschaftlichen Kolonisation durch Straßenbau* Wasserversorgung, Bekämpfung der Malaria und andere für eine gesunde Entwicklung der landwirtschaftlichen Kolonisation notwendige Mittel zu Hilfe zu kommen. Der Council forden von der Regierung die Anwendung einer Politik aktiver Unterstützung der einheimischen landwirtsdiaftlichen Produktion sowie der Erweiterung der Absatzmärkte. Der Council lenkt die besondere Aufmerksamkeit der Regierung auf die Notwendigkeit, einen umfassenden Plan auszuarbeiten, der geeignet ist, der Orangenwirtschaft bei der Lösung der vor ihr stehenden ernsten Fragen der Absatzmärkte zu helfen. 9. FÖRDERUNG DER EINWANDERUNG. Der Council der Jcwish Agcncy verzeichnet die erfreuliche Tatsache der Vergrößerung der jüdischen Einwanderung aller Kategorien, stellt jedoch mit Bedauern fest, daß die Quoten, die die Palästina-Regierung für die Arbeiter-Alijah bestimmt hat, beträditlich hinter den tatsächlichen Bedürfnissen des Landes zurückgeblieben sind Die Diskrepanz zwischen den auf vorsiditiger Schätzung beruhenden Forderungen der Exekutive der Jewish Agcncy und den von der Palästina-Regierung bewilligten Kontingenten hat einen dauernden Mangel an Arbeitern verursacht, ein Urnstand, der sich un-üLie auf das wirtschaftliche Leben Palästinas ausgewirkt und die Entwicklung des Sfchen Nationalheims gehemmt hat. Der Council verlangt von der Regierung die Knleitung einer Politik der Zulassung von Ar^iter-Emwanderern im vollen Umfange deTAufnahmefähigkeit des Landes, die sich auf Grund der Entwicklung des jüdischen Aufbauwerkes ständig vergrößert. 52

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