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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 767

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 767 (sequence 776)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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1 Niemirower, Janner 767 Palästina sieht kommt mit der Überzeugung zurück, daß das große Werk, das wir dort schaffen, dem jüdischen Volke zur Ehre gereicht. Wir können stolz darauf sein, daß in Palästina etwas Neues aufgebaut wurde, das die judische Ehre hebt und als Antwort auf alle Angriffe gegen die Juden dienen kann. Das jüdische Volk hat im großen und ganzen erkannt, daß das zionistische Ziel berechtigt ist, und immer größere jüdische Massen schließen sich den zionistischen Reihen an. Aber auch die Nichtzionisten müssen ihre Kräfte anstrengen, um dieses Werk in Palästina auf richtiger Grundlage weiter auszubauen. Es gab Zeiten, wo wir nur Hunderte von Zertifikaten bekommen haben, heute bekommen wir Zehntausende. Das ist aber jetzt nicht mehr genug, da unsere Arbeit solchen Umfang angenommen hat und die Bedürfnisse des jüdischen Volkes so gestiegen sind. Wir begrüßen daher den Kampf der Exekutive um die Erweiterung der Immigration und müssen ihr jede Unterstützung in dieser Hinsicht gewähren, damit sie weiß, daß sie auf die volle Unterstützung des gesamten jüdischen Volkes, der Zionisten und Nichtzionisten, rechnen kann. Es genügt aber nicht, daß große Massen von Juden nach Palästina kommen. Die Immigration muß auch so zusammengesetzt sein, daß wir Palästina auf gesunden wirtschaftlichen Grundlagen aufbauen können. Wir müssen das jüdische Volk mit dem Boden verbinden — was wir zum Teil schon getan haben — damit man nicht sage, der Jude sei unfähig zu bauen und zu schaffen. Ich sagte es bereits im englischen Parlament: nicht die Juden sind dafür verantwortlich zu machen, wenn sie noch nicht genug Ansiedler in der Landwirtschaft haben, sondern die Regierung, die es den Juden nicht ermöglicht hat, genügend idealistische Kräfte ins Land zu bringen, die den Boden bearbeiten würden. Ich will nicht behaupten, daß der gegenwärtige High Commissioner nicht das Beste für das jüdische Volk leisten will. Aber die gesamte Administration hat noch nicht genügend Verständnis für den Aufbau des jüdischen Nationalheims auf den besten und richtigsten ökonomischen Grundlagen. Selbstverständlich sollen wir unsere Anstrengungen vergrößern, doch gleichzeitig müssen wir zur Mandatarmacht gehen, ihre Hilfe für unser Volk verlangen und die Regierung zu überzeugen versuchen, daß diese Forderung berechtigt ist. Das ist keine leichte Aufgabe. Die Regierung sagt: „Was wollt ihr, es kommen doch 40.000 oder 50.000 Juden im Jahre nach Palästina!" Wir müssen aber der Regierung auf Grund der Tatsachen beweisen, daß auch diese Immigration es dem jüdischen Volke nicht ermöglicht, seine Wirtschaft in Erez Israel auf gesunden ökonomischen Grundlagen, besonders auf dem Gebiete der Landwirtschaft, aufzubauen. Es wurde hier die Frage der Absatzmärkte angeschnitten. Diese Frage ist eng mit der Schaffung von guten Wegen und Eisenbahnen usw. in Palästina verbunden. Nun hat die palästinensische' Regierung aus den Mitteln, die zum größten Teil vom jüdischen Volke stammen, einen großen Überschuß angesammelt. Warum baut die Palästinaregierung die Transportverhältnisse nicht so aus, daß wenigstens der Transport der Früchte besser und billiger vor sich geht, was die Frage der Absatzmärkte sicherlich erleichtern könnte? Ü

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