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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 647

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 647 (sequence 652)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9693-3485844
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Goldmann, Jaari 647 nistischen Bewegung das Anschwellen der Reaktion in der Welt widerspiegeln und den fortschrittlichen Charakter der jüdischen Freiheitsbewegung gefährden. Die beiden neuen Partner in der Koalition haben einzeln oder zusammen in der letzten Periode mit sich gebracht: 1. den Versuch der Gruppe B der Allgemeinen Zionisten, nach dem Beispiel der „nationalen" Organisation der Revisionisten, die Unversehrtheit und Einheit der Arbeiterbewegung im Lande anzugreifen, jene Einheit, die die einzige Bürgschaft für die Aufnahme jüdischer Massen in ein Leben der Einheit und Freiheit darstellen; es war der Versuch, dem Leben des Jischuw im Lande einen protektionistischen Irgun hinzuzufügen, der als Mittel dient für Klasseninteressen, die gegen die Gemeinschaft der Arbeiter kämpfen; 2. den Versuch, die zionistische Exekutive zu schwächen durch Boykott oder durch passive Resistenz gegenüber dem Keren Hajessod; 3. die Schaffung einer geeinten Angriffsfront gemeinsam mit den Revisionisten gegen die progressive Exekutive und das Wandeln in den Wegen von Calais — vergleiche die Beschlüsse der Krakauer Konferenz des Misrachi; 4. einen gemeinsamen Angriff gegen den demokratischen Charakter der Organisation des Jischuw in Stadt und Land, gegen die Knesseth Israel, gegen die Kolonieräte und die Stadtverwaltungen; 5. den festen Willen, die Arbeiterschaft und den Jischuw einem klerikalen Regime zu unterwerfen. Die bitteren Erfahrungen und die schweren Prüfungen der nahen Vergangenheit geben uns nicht das Recht, zu glauben, daß nach diesem Kongreß, innerhalb oder außerhalb der Exekutive, eine grundlegende Änderung im Wesen dieser Richtungen Platz greifen, daß ihre zerstörenden Bestrebungen fortschrittlichen und aufbauenden Bestrebungen Platz machen werden. Es wurden auf diesem Kongreß keine genügenden programmatischen Bürgschaften dafür geschaffen, daß die scharfen Gegensätze einer gemeinsamen konstruktiven Tätigkeit Platz machen werden. Wenn in der Koalition und in der neuen Leitung sich das aus den Jahren von Farbstein und Newman bekannte System der Gruppe B und des Misrachi, die fortschrittliche Kraft der Exekutive im Innern zu schwächen, erneuert, so erklären wir, daß wir eine heilige Pflicht darin erblicken, nach unseren besten Kräften die Arbeiterschaft und die zionistische öffentliche Meinung zum Kampfe zu mobilisieren und die progressive Koalition wiederherzustellen. Unser Kampf um den richtigen und starken Ausdruck des Aufbau- und Freiheitswillens der zionistischen Bewegung hat auf diesem Kongreß eine teilweise Befriedigung gefunden dadurch, daß Chaim Weizmann der Zionistischen Organisation als Präsident wiedergegeben wurde. Aber dieser historische Akt der Rückkehr Weizmanns zur Präsidentschaft wurde beeinträchtigt durch die Erweiterung der früheren Koalition. Das sind die Gründe, die uns bewogen haben, uns eines Vertrauensbeweises gegenüber der Koalition der vorgeschlagenen Exekutive zu enthalten.

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