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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 547

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 547 (sequence 552)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Dobkin 547 einem bedeutenden Maße für die Einwanderung billiger Arbeiter aus den Nachbarländern offen, welche den Lebensstandard des Arbeiters in Erez Israel herabdrücken. Wir haben nicht gezählt, wieviele Tausend Menschen auf diesem Wege ins Land gekommen sind, wir sehen sie jedoch bei den verschiedensten Tätigkeiten: in den Häfen, bei öffentlichen Arbeiten, und heute dringen sie auch schon in die Industrie ein. Die künstliche Beschränkung der Alijah durch die Mandatarmacht hat schwere Komplikationen in der jüdischen Wirtschaft in Erez Israel verursacht. Bekannt ist die Wanderung vom Dorfe in die Stadt, bekannt der Ubergang von Pionierarbeiten zu einträglicheren Berufen, bei denen aber nicht so sicher ist, daß sie einer Krise standhalten können. Unsere erste Forderung, wenn wir über Alijah sprechen, ist also die Abschaffung aller künstlichen Beschränkungen. Wir fordern eine Anpassung der jüdischen Einwanderung an die Absorptionsmöglichkeiten des Landes und an die Anstrengungen, die das jüdische Volk in allen Ländern der Galuth und der jüdische Jischuw in Erez Israel machen, um das Land aufzubauen und aus ihm eine Zuflucht für Millionen von Juden, die in Armut und Verfolgungen in den verschiedenen Ländern der Galuth leben, zu machen. Wir begnügen uns aber nicht mit dieser Forderung. Wir haben unter den vielen Beschwerden, die wir gegen die Regelung der Einwanderung haben, die entsdieidende herausgegriffen. Wir fordern für die Jewish Agency auch die vollkommene Freiheit in der Aufteilung der ihr zur Verfügung gestellten Einwanderungszertifikate. Die Mandatsregierung beschränkt in der letzten Zeit die Freiheit der Jewish Agency, die Aufteilung der Einwanderungszertifikate nach ihrem Ermessen vorzunehmen. Es besteht eine Beschränkung hinsichtlich des Alters, für gewisse Kategorien, indem die Regierung oft verlangt, eine bestimmte Zahl von Zertifikaten einmal einer gewissen Kategorie, das andere Mal einer, anderen Kategorie zuzuteilen. In der letzten Zeit wurden wir durch eine neue Einschränkung betreffend den Familienstand der Einwanderer überrascht. Bisher hatte die Jewish Agency das Recht, die Zertifikate nach ihrem Gutdünken an Verheiratete oder Ledige zu verteilen. Beim letzten Schedule wurde die Jewish Agency gezwungen, eine bestimmte Anzahl der Zertifikate, ungefähr 25%, an Ledige zu verteilen, die keine Familie nach Palästina bringen können. Wir schlagen auch in dieser Hinsicht dem Kongreß eine Reihe von Anträgen vor, deren Ziel die Beseitigung der künstlichen Beschränkungen ist, die der Exekutive die Hände binden und sie hindern, die Zertifikate den objektiven Bedürfnissen entsprechend zu benützen, nicht nach schematischen Weisungen, die keine Beziehung zur wirklichen Entwicklung des Landes haben. An dieser Stelle möchte ich noch eine Frage berühren, über die wir keinen Antrag zur Abstimmung bringen werden: das ist die Frage der Touristen. Die Alijahkommission hat sich eingehend mit dem Schicksal der vielen Tausende von Touristen beschäftigt, die jetzt in Palästina leben — zum Teil ihre Familienmitglieder in der Galuth zurückgelassen haben, die sie nicht nach Palästina bringen können. Viele von den Touristen haben bereits in Erez Israel Arbeit gefunden und fallen den,Einwohnern des Landes nicht zur Last. Dennoch droht ihnen taglich die Gefahr der Ausweisung aus dem 35*

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