Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 432 (sequence 435)
- Language
- German, English, Hebrew
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432 if. Kongreß-Sitzung: Referat über Frauenarbeit der Arbeiterfrauen gefunden, und diese Einrichtungen stehen für die Vorbereitung der jüdischen Mädchen aller Richtungen zur Verfügung. Es gibt in Palästina keine von Chaluzim hervorgebrachte Leistung, bei der nicht auch die Anstrengungen der arbeitenden jüdischen Frau wahrnehmbar wären. Wie sollte es möglich sein, sich eine Wiederbelebung des Jordantals, des Emek Jesreel und heute des verödeten Emek Chefer vorzustellen, ohne Beteiligung der jüdischen Frau? Die Vorbereitung der Frau für ein Leben der Arbeit in der Landntirfschuft, ihre Ausbildung in allen Zweigen der Hauswirtschaft, die Eroberung von Arbeitsziveigen für die Frau in Stadt und Land und die besondere konstruktive soziale Arbeit — all diese Arbeiten der WIZO haben den Sinn, die Frau als einen entscheidenden Faktor mit der Entwicklung eines produktiven Lebens für das jüdische Volk in seinem Lande zu verknüpfen. Die WIZO sieht in dieser ihrer Mitarbeit auf allen Gebieten einen unablösbaren Bestandteil zionistischer Tätigkeit überhaupt. In der Erkenntnis der Bedeutung der zionistischen Aufgabe, die sie erfüllt, wendet sich die WIZO an den Kongreß mit der gerechten Forderung, ihr in den obersten Instanzen unserer Bewegung, im A.C. und im Administrative Committee der Jewish Agency eine Vertretung einzuräumen. Ebenso wie die WIZO es für notwendig erachtet, in den Organen der Zionistischen Weltorganisation vertreten zu sein, müßte die zionistische Bewegung in ihrer Gesamtheit in dieser Teilnahme der WIZO etwas Großes für die zionistische Bewegung sehen. Die WIZO begnügt sich jedoch nicht mit dem engen Rahmen der von mir charakterisierten Tätigkeit, vielmehr hat die in Palästina versammelte achte Konferenz der WIZO das weitverzweigte Arbeitsgebiet noch ausgedehnt und beschlossen, sich auch an der Porbereitung der Chaluzim im Rahmen des Welt-Hechaluz zu beteiligen. Es ist sehr bedauerlich, daß der gegenwärtige Kongreß der Frage der Chaluz- Hachscharah in der Diaspora, die unter sehr schweren Bedingungen vor sich geht, nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt hat. Die Chaluzbewegung in der Diaspora bedarf besonderer Aufmerksamkeit von Seiten des Zionismus, und man muß für sie entsprechende Arbeitsbedingungen schaffen. Die Besten unserer Chaluzjugend befinden sich heute in Hachscharah-Kibbuzim, in denen die elementarsten Vorbedingungen fehlen, die ein zivilisierter Mensch braucht. Die Chaluzbewegung ist die Seele der zionistischen Bewegung; ohne sie hat unsere ganze Arbeit weder eine Basis, noch eine Bedeutung. Wir wissen alle, daß der Chaluz in den meisten Fällen isoliert lebt, und häufig trifft man Hachscharah-Kibbuzim, die nach Arbeit dürsten, während jüdische Fabriken für Chaluzim verschlossen bleiben. Die Chaluzim machen unter diesen , schweren Bedingungen große Anstrengungen, die erforderlichen Reformen durchzuführen, allein können sie jedoch keinen Erfolg haben. Kein Volk in der Welt läßt seine Soldaten unter so schweren Bedingungen leben, wie die zionistische Bewegung ihr Arbeitsheer in den Hachscharah-Kibbuzim. Besondere Aufmerksamkeit ist der Ausbildung der Chaluzot in den