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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 628

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 628 (sequence 630)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9037-3485187
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628 ^. Councilsitzung: Schlußreden den verschiedenen Erklärungen der Mitglieder der Kommission das Mißverständnis als aufgeklärt betrachte. LEO MOTZKIN (Präsident des Zionistenkongresses, von lebhaftem Beifall begrüßt — spricht deutsch): Sie werden schon an meiner heiseren Stimme hören, wie weit wir mit der Arbeit des Kongresses gekommen sind. Und möge Ihnen das auch als Erklärung dafür dienen, daß wir auch nicht annähernd in solchem Maße mit Ihnen zusammenarbeiten konnten, wie wir es eigentlich hätten tun wollen und sollen. Nach einem so schweren Kongreß, der übrigens noch nicht zu Ende ist, dürfen Sie es uns nicht übelnehmen, daß wir nicht allen Regungen des Herzens und des Verstandes gefolgt sind. Denn ebenso wie das Herz sagt uns auch der Verstand, daß wir, wenn ein Partner zu einer Sitzung kommt, an der auch wir Partner sind, daran teilnehmen müssen. Denn erlauben Sie mir das zu sagen, das letzte Entscheidungsrecht steht doch dieser Versammlung zu; was man hier beschließt, ist doch das endgültige. Wollen Sie also nicht annehmen, daß hier böser Wille vorgelegen habe; wir wären ja wahnsinnig, diese Versammlung zu brüskieren, die entscheidend für das Schicksal unserer Beschlüsse ist. Und nun ein paar Worte in anderer Hinsicht, Sie wissen alle, es ist kein Geheimnis und es wurde in der Presse und in den Versammlungen oft zum Ausdrucke gebracht, daß wir mit dem Zustand der erweiterten Jewish Agency nicht zufrieden sind. Manche haben daraus radikalere Schlußfolgerungen gezogen, andere weniger radikale, aber unzufrieden sind alle. Aber diese Unzufriedenheit bezieht sich nicht auf die Personen, die hier sind. Wir haben Gelegenheit gehabt, mit einzelnen Mitgliedern der Jewish Agency zusammenzuarbeiten, und waren dabei freudig überrascht. Wir mußten eingestehen, die Mitglieder der Jewish Agency, die hierher gekommen sind, sind ein moralisches Kapital. Es handelt sich nicht darum, daß einzelne Nichtzionisten imstande sind, uns zu helfen, sondern daß diese Nichtzionisten im Grunde genommen dieselben Gefühle durchmachen wie wir, daß sie ebenso gepackt sind von dem großen Elend des jüdischen Volkes und besonders unserer deutschen Brüder und daß sie diese Katastrophe ebenso erleben wie wir, andererseits aber den starken Wunsch haben, auf dem gemeinsamen Wege mitzuarbeiten und etwas Großes zu erreichen. Darum glaube ich, daß diese Sitzung uns zu gewissen Hoffnungen berechtigt, daß wir innerhalb der Jewish Agency einen Zustand haben werden, wo wir — ich spreche im Namen der Zionisten — nicht nur die heute anwesenden Mitglieder werden begrüßen können, sondern auch den sehr großen Teil der heute abwesenden Nichtzionisten, wo wir das ganze jüdische Volk in unserer Mitte haben werden. Wir hoffen, daß nach zwei Jahren die nächste Sitzung der Jewish Agency eine Sitzung der Vertreter des jüdischen Volkes im vollsten Sinne des Wortes sein wird (Beifall) und daß wir dann in einer anderen Verfassung zusammenkommen werden, als sie hier zu Beginn herrschte. Im Namen der Zionisten erlaube ich mir, Sie auf das herzlichste und wärmste zu begrüßen und Ihnen zu sagen, daß wir erfreut sind über

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