Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 626 (sequence 628)
- Language
- German, English, Hebrew
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626 4. Councilsitzung: Resolutionen halten sich das Recht auf gleiche Vertretung in der Exekutive gemäß der erwähnten Vereinbarung vor, schlagen aber zurzeit vor, nur drei Mitglieder zu wählen, und zwar die Herren Dr. Berkson, Dr. Hexter und Dr. Senator. 3. Da es für die zionistischen Mitglieder des Council nicht möglich ist, dem Council während seiner Tagung die Namen ihrer Vertreter in der Exekutive der Jewish Agency bekanntzugeben, wird vereinbart, daß der Council auf Grund der Klausel 6 (5, I) die Vollmacht zur Wahl der Exekutive dem Administrativkomitee überträgt, die der Council sonst selbst vorgenommen haben würde, und daß die Wahl so durchgeführt werden soll, daß die endgültig gewählte Exekutive die drei im vorhergehenden Absatz erwähnten Namen einschließen soll. 4. Es wird vereinbart, daß der Unterschied in der Zahl der zionistischen und der nichtzionistischen Mitglieder in der Exekutive so aufgefaßt werden soll, daß die nichtzionistischen Plätze im Sinne der Klausel 7 (3) der Vereinbarung freibleiben und erforderlichenfalls vereinbarungsgemäß besetzt werden sollen." VORS. PROF. SPEYER: Die Vereinbarung, die Sie eben gehört haben, ist das Ergebnis längerer und komplizierter Verhandlungen, die zwei Tage lang dauerten, und wir sollten den beiden Mitgliedern, Mr. Laski und Dr. Goldmann, die diese Vereinbarung zustandegebracht haben, durch unseren Beifall unsere Dankbarkeit bezeugen (Lebhafter, allgemeiner Beifall). Die Nichtzionisten haben als Mitglieder der Exekutive Dr. Berkson, Dr. Hexter und Dr. Senator nominiert. Der nächste Schritt wird nun sein, daß, nachdem der Kongreß die zionistischen Mitglieder der Exekutive gewählt hat, eine rein formelle Sitzung des Administrativkomitees stattfindet, um diese Vereinbarung zu ratifizieren und die gesamte Exekutive zu wählen. NEVILLE LASKI: Ich möchte feststellen, daß ich die Vereinbarung einschließlich des Absatzes 5 unterzeichnet habe, der nicht verlesen worden ist. VORS. PROF. SPEYER: Da die Zionisten die Vereinbarung mit Absatz 5 nicht unterzeichnen wollten, ist es der einzige Ausweg, die Wahl des Vorsitzenden des Administrativkomitees dem Administrativkomitee selbst zu überlassen. Dr. NAHUM GOLDMANN: Ich möchte mit aller Deutlichkeit erklären, daß keinerlei Absicht bestand, Mr. Laski irrezuführen. Ich sagte bereits, daß wir in unserer Kommission nicht über Personenfragen sprachen, und ich möchte wiederholen, daß ich, obgleich ich die Vereinbarung unterzeichnete, keine Vollmacht hatte, namens meiner zionistischen Kollegen eine Vereinbarung zu unterzeichnen, welche die Wahl von Mr. Laski zum Vorsitzenden des Administrativkomitees bestimmte. Rabbi Berlin wollte die Vereinbarung nicht unterzeichnen, weil die Frage der riichtzionistischen Präsidialmitglieder keine Angelegenheit war, betreffs deren sich die zionistischen und die nichtzionistischen Mitglieder der Kommission geeinigt hatten. In der früheren Diskussion über diese Angelegenheit hier im Council sagte ich, daß ich nicht berechtigt; sei, zu erklären, daß die Zionisten ihre Zustimmung dazu gäben, daß sowohl der Vorsitzende des Administrativkomitees als auch der Vorsitzende des Councils Nichtzionisten seien. Darauf sagte Prof. Speyer, da der Council eigentlich gar nicht berufen sei, den Vor-