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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 463

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 463 (sequence 463)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8870-3485020
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Federbusch, Remes, Großmann 463 DAVID REMBS (Arb.} Erez Israel^: Ich schlage namens des Permanenzausschusses vor, im Sinne der in den letzten Sitzung gefaßten Beschlüsse bezüglich der Zionistischen Gerichtsinstanzen den bisherigen Vorsitzenden des Kongreßgerichtes sowie den Kongreßanwalt wiederzuwählen und zum Vorsitzenden des Ehrengerichtes Dr. Ruf eisen zu wählen. Der Permanenzausschuß legt dies dem Kongreß zur Bestätigung vor. VORS. VIZEPRÄS. KAPLANSKY: Die genannten Funktionäre müssen jetzt gewählt werden, da sie dem Permanenzausschuß gewisse Vorschläge machen müssen. Der Antrag Kernes wird einstimmig angenommen. MEIR GROSSMANN (]st.} A.C.): Die Mehrheitsresolution spricht zwar von einer Revision der Verfassung der Jewish Agency, aber ein solcher Vorschlag taucht fast auf jeder Aktionskomitee-Sitzung auf und wurde auch auf dem letzten Kongreß behandelt. Wir befinden uns in einem unmöglichen Zustand. Alle Parteien haben im Wahlkampf erklärt, daß sie für die Abschaffung der erweiterten Jewish Agency sind. Wenn es aber dazu kommt, Wort zu halten, hat man die Versprechungen vergessen. Schon Punkt i der Mehrheitsresolution zeugt von diesem unhaltbaren Zustand. Zum erstenmale wird die Verfassung der Agency automatisch geändert. Der Kongreß hat wahrscheinlich nicht bemerkt, daß, während wir in den Kommissionen arbeiten, in einem Saal dieses Gebäudes eine Körperschaft tagte, die sich Council der Jewish Agency nennt. Man hat mit einigen Gentlemen verhandelt, man hat drei andere Gentlemen gewählt, man hat keinen Präsidenten bestätigt, es gab ein halb privates Abkommen zwischen einer Kommission des A.C. und diesen Gentlemen, die es sehr eilig hatten, abzureisen. Die ganze Angelegenheit nimmt den Charakter einer Farce an. Statt in anständiger Weise, höflich aber entschieden, den Vertrag zu kündigen, schlägt man eine Resolution vor, die die Jewish Agency in ihrem heutigen halbtoten Zustand bestehen läßt. Unser Resolutionsantrag dagegen sagt klar: Der Kongreß beschließt, von dem in der Verfassung der Jewish Agency vorgesehenen Kündigungsrecht sofort Gebrauch zu machen. Während der Kündigungsperiode sollen von der Exekutive Schritte unternommen werden zwecks Abbaues der gegenwärtigen Jewish Agency, und zwar im Einvernehmen mit den Nichtzionisten in einer Weise, daß dies die normale Arbeit nicht stört. Ferner beschließt der Kongreß die Aufnahme von Verhandlungen mit den nichtzionistischen Kreisen, welche am Aufbau des jüdischen Palästina interessiert sind, zum Zweck der Schaffung einer Körperschaft, die die Zusammenarbeit mit ihnen auf dem Gebiete der praktischen wirtschaftlichen Aufbauarbeit ermöglicht. Dieser Vorschlag ist aufrichtig und verheimlicht nichts, während der Vorschlag der Mehrheit sich hinter die Klausel des § 4 versteckt. Wenn aber die Mehrheit dieses Kongresses hinter unserem Rücken eine Abmachung mit dem nichtzionistischen Teil der Jewish Agency getroffen hat und von dieser Abmachung nicht zurücktreten will, so muß sie wenigstens darauf eingehen, daß in Punkt 4 der Majoritäts-

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