Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 461 (sequence 461)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mereminskiy Federbusch 461 die Anträge der Organisationskommission sowie alle bei ihr angemeldeten meritorischen Minderheitsanträge werden als Ausdruck der im Kongreß herrschenden Meinungen der Exekutive überwiesen mit dem Auftrage, dieses Material mit eventuellen weiteren Anregungen der zweitnächsten Tagung des A.C. zur Beschlußfassung zu unterbreiten. Dieser Antrag der Qrganisationskommission ivird einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTER MEREMINSKI: Bevor ich meinen Bericht schließe, obliegt es mir, noch folgendes bekanntzugeben: In der Frage des zweijährigen Schekels ist es unmöglich, dem Kongreß einen Beschlußantrag zu stellen. Die Organisationskommission hat über den von der Exekutive vorgelegten Antrag auf Einführung des zweijährigen Schekels beraten, ist aber zur Üeberzeugung gelangt, daß eine Beschlußfassung über dieses Problem in diesem Kongreß noch nicht möglich ist. Wir ersuchen deshalb die Exekutive, gemeinsam mit der Ständigen Kommission für Organisation und Propaganda das gesamte Schekelwesen einer Prüfung zu unterziehen und Vorschläge für das A.C. vorzubereiten. Den Bericht der Subkommission für die Jewish Agency wird auf unser Ersuchen Herr Dr. Federbusch dem Kongreß vorlegen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Organisationsanträge bedürfen einer zweiten Lesung. Mit Rücksicht darauf, daß wir uns nun schon in der zweiten Sitzung damit beschäftigen, schlage ich vor, dies als zweite Lesung zu betrachten. Da kein Protest dagegen ist, erkläre ich die Beschlüsse für endgültig angenommen und legal. VIZEPRÄS. KAPLANSKY übernimmt den Vorsitz. BERICHTERSTATTER Dr. SIMON FEDERBUSCH (Misr., A.C.): Ich lege dem Kongreß nunmehr die Anträge der Organisationskommission bezw. ihrer Subkommission betreffend die Jewish Agency, vor. Wenn wir uns erinnern, unter welchen Kämpfen die erweiterte Jewish Agency zustandegekommen ist, und wenn wir uns der großen Tage in Zürich erinnern, jetzt aber sehen, wie gering das Interesse für die Reorganisierung der Jewish Agency ist, so müssen wir erklären, daß eine große Aenderung in der Auffassung der Parteien eingetreten ist. Es gibt Parteien, welche stolz darauf sind, daß sie das Mißlingen des Unternehmens vorausgesehen haben. Dennoch liegt im Gedanken der erweiterten Jewish Agency eine große Idee, und die Mehrheit ist der Meinung, daß wir sie heute noch nicht aufgeben können; denn die Zionistische Organisation hat durch die erweiterte Jewish Agency gezeigt, daß sie sich nicht als Selbstzweck betrachtet, sondern nur ein Mittel zum Aufbau von Erez Israel sein will, und sie war bereit, einen Verzicht auf gewisse Rechte auf sich zu nehmen, wenn es im Interesse dieses Aufbaues nötig ist. Man hat von der erweiterten Jewish Agency vor allem Stärkung der finanziellen Mittel und Zufluß neuer Kräfte für unsere zionistische Tätigkeit erwartet. In beiden Richtungen ist eine Enttäuschung eingetreten. Es hat sich erwie-