Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 169)
- Language
- German, English, Hebrew
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169 Sechste Kongreßsitzung. Donnerstag, 24. August 1933, vormittags. Beginn io Uhr 30 Min. Vorsitz: Präs. Motzkin. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Das Kongreßpräsidium hat beschlossen, neben dem Präsidium und dem Permanenzausschuß einen Seniorenkonvent, bestehend aus 16 Mitgliedern, Vertretern aller Parteien des Kongresses, zu schaffen. Das Präsidium wird den Seniorenkonvent in allen wichtigen Fragen zur Beratung hinzuziehen, damit der Kongreß einen ruhigen und würdigen Verlauf nehme. Das A.C. hat eine Kommission eingesetzt, die sich mit der Frage der deutschen Juden zu befassen hat. Die Kommission, der Vertreter aller Fraktionen angehören, tagt bereits seit einigen Tagen. Ich schlage Ihnen vor, die Bestellung dieser Kommission zu ratifizieren und ihr das Recht einer Resolutionskommission zu geben. Jeder Vorschlag in dieser Sache muß daher zuerst an diese Kommission geleitet werden, sonst kann er im Plenum nicht behandelt werden. Die Kommission setzt sich zusammen aus dem Präsidenten der Organisation Nahum Sokolow, dem Präsidenten des Kongresses Leo Motzkin und den Herren Dr. Stephen Wise, Rabbiner Dr. Nurok, Ing. Schlomo Kaplansky, Salman Rubaschow, Ing. Robert Stricker, Dr. Hoff mann (Riga), Dr. Nahum Goldmann. (Der Vorschlag des Vorsitzenden wird angenommen.) Dem Kongreß wird die Wahl folgender Kommissionen vorgeschlagen, die nach dem vereinbarten Schlüssel von den Parteien beschickt werden: 1. Politische Kommission (auch zur Behandlung der Lage der Juden in der Welt und der Probleme des Weltkongresses); 2. Kommission für Organisation und Propaganda (einschließlich Organisationsbudget, Verhältnis zur Jewish Agency und Kulturarbeit im Galuth); 3. Finanz- und Budgetkommission; 4. Kommission für Palästinaarbeit (umfassend landwirtschaftliche und städtische Kolonisation, Immigration, Erziehung und Gesundheitswesen). SCHMÜEL JAWNEELI (Arb., Erez Israel) beantragt eine besondere Kommission für die Erziehungs- und Kulturfrage im Galuth, URI ZWI GRÜNBERG (Rev., Polen) eine Kommission für Alija und Hachschara; Rabbi SAMUEL BROD (Misr., Polen) eine besondere Kommission für die Erziehungsfrage Palästinas. Nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte wird beschlossen, die -politische Kommission und die Finanzkommission einzusetzen; hinsichtlich der Organis ations- und der Palästina-Kommission sowie der von den Delegierten vorgeschlagenen Kommissionen wird kein Beschluß gefaßt. Das Präsidium wird über diese Kommissionen im Einvernehmen mit den Vertretern der Parteien dem Kongreß Vorschläge unterbreiten.