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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 82

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 82 (sequence 82)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8489-3484639
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j. Kongrefisitzmig: Referat über städtische Kolonisation gibt und daß sie im Laufe der Zeit in Bezug auf den Export ins Ausr ]and die Stelle einnehmen wird, die die Kleinindustrie in Polen in Bezug auf den Export aa;ch Rußland eingenommen hat. Es ist eine erfreuliche Erscheinung, daß im letzten Jahre, nämlich seit April 1932, als die fünfte Ali ja begann, die Zahl der mittleren industriellen Unternehmungen in sehr bedeutendem Maße zugenommen hat. Aus verschiedenen Gründen befinden wir uns heute in der sonderbaren Lage, daß der größte Teil der jüdischen Industrie sich in Tel Aviv und dessen Umgebung konzentriert hat. Nur in Haifa gibt es einige große Unternehmungen, in Jerusalem gibt es fast gar keine Industrien. Was die anderen Orte anbetrifft, so sind sie in Bezug auf Industrie überhaupt nicht zu erwähnen. Es sei nur betont, daß die Konzentrierung der Industrie in Ziel Aviv in gewisser Hinsicht die Produktion beeinträchtigt, da sich die Konkurrenz an einem Orte abspielt und dies die Entwicklung der Industrie im gesamten Lande stört. Es ist unsere Pflicht, Wege zu finden, um Einwanderer in viel größerem Maße als bisher an Haifa, Jerusalem, Afule, Tiberias und Safed zu interessieren. Die meisten Industriezweige können sich an diesen Orten entwickeln. Die Schwierigkeiten bei der Förderung der Industrie in Jerusalem bestehen in dem Wassermangel. Dem wird im nächsten Jahre aus den Geldern der neuen Anleihe ein Ende gesetzt werden. Es wird auch mit dem Elektrizitätswerk in Jerusalem über die Reduzierung der Strompreise verhandelt, und so wird es keine Störungen mehr für die Entwicklung der Industrie in Jerusalem geben. Es wäre noch hinzuzufügen, daß das Klima in Jerusalem günstiger ist und daß dort entsprechendere Räumlichkeiten zu finden und die Mieten niedriger sind. In Vel Aviv stößt die Entwicklung der Industrie auf eine große Schwierigkeit in Bezug auf die Beschaffung entsprechender Fabriksräume. Die Entwicklung von Tel Aviv schreitet mit Riesenschritten vorwärts. Wenn sich ein Kleinindustrieller Räumlichkeiten an der Peripherie der Stadt mietet, so befindet er sich nach ein oder zwei Jahren schon im Zentrum der Stadt oder in dessen Nähe. Dann verlangt die Regierung oder Stadtverwaltung von ihm aus sanitären oder anderen Gründen, daß er seinen Betrieb verlege. Auch die Hausinhaber kündigen, wenn sie höhere Mieten bekommen können, den Inhabern von Kleinbetrieben und nehmen keine Rücksicht auf die erfolgten Geldinvestitionen und auf die Schwierigkeiten, die mit der Verlegung verbunden sind. Der Industrielle steht dann vor der Alternative, entweder die geforderte Miete zu zahlen oder sich selbst endgültig zu ruinieren, seine Fabrik an einen anderen Platz zu verlegen, wo er sich nach zwei Jahren in der gleichen Situation befindet. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht liegt, um den Kleinindustriellen die Möglichkeit zu schaffen, Fabrikationsräume unter günstigen Bedingungen zu erhalten, d. h. daß der Kleinindustrielle Räumlichkeiten mietet und in Ratenzahlungen im Laufe von etwa 20 Jahren gewisse Beträge über die Miete hinaus leistet und die Räumlichkeiten nach dem oben erwähnten Termin in seinen Besitz über-

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