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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 27

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8434-3484584
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27 D. Die Verhandlungen des Kongresses. Erste Kongreßsitzung. Montag, 21. August 1933, abends. Beginn der Sitzung 19 Uhr 30 Min. Vorsitz: Präs. d. Zion. Org. Dr. Nahum Sokolow. Dr. NAHUM SOKOLOW (Präs. d. Zion. Org. — spricht hebräisch): Ich habe die Ehre, Ihnen ein herzliches Schalom zu entbieten. Meine nächsten W?orte gelten dem herrlichen und gastfreundlichen Lande, in dem wir jetzt weilen. Sie gestatten, daß ich mich zu diesem Zwecke für einige Minuten der bevorzugten Sprache des internationalen politischen Verkehrs, nämlich der französischen Sprache, bediene. AN DIE ÖECHOSLOVAKISCHE REPUBLIK. (Französisch fortfahrend): Indem ich Sie alle, meine Damen und Herren, Mitglieder des Zionistenkongresses, willkommen heiße in dieser schönen Hauptstadt, die mit unserem Jerusalem den glorreichen Namen einer goldenen Stadt — „Zlatä Praha" — teilt und die eine der ältesten jüdischen Gemeinden der Welt besitzt, möchte ich unserem Gefühle der Ehrfurcht und Bewunderung für das cechische Volk (Lebhafter Beifall), für die Cechoslovakische Republik und für das ehrwürdige Haupt dieses Staates, den großen Verteidiger des Rechtes, Se. Exzellenz Präsident Masaryk, zum Ausdruck bringen (Stürmische Beifallskundgebungen, der Kongreß erhebt sich). Wir bewundern die Gechoslovakei als die vollkommenste Inkarnation des Triumphes des unzerstörbaren und heiligen nationalen Rechts. Der Stolz echter Kultur ist es, daß der Schwache von dem Starken geachtet wird, die Schwäche durch die Kraft respektiert wird und daß die ewige Moral höher steht als Spieße und Flinten. Die jüngste Geschichte der Gechoslovakei hat gezeigt, daß weder Gewalt noch Zeit einem Volk sein Erbe an Unabhängigkeit, Ruhm und Freiheit zu entreißen vermögen. Das cechoslovakische Volk hat über die zahllosen Schwierigkeiten triumphiert, es hat alle seine Kräfte zusammengenommen und zugleich an das Wohlwollen der gesamten Welt appelliert. Und da wohnt es nun — ein arbeitendes, freies Volk in seiner nationalen Heimstätte! Wie wir Zionisten, wir Sänger der „Hatikva", so sang das starke cechische Volk, getreu seinen Traditionen, seine Hymne der Hoffnung: „Kde domov müj". Heute kann es zum Glück schon das Halleluja seiner Befreiung anstimmen. Wir wünschen ihm das Allerbeste. Na zdar! (Beifall).

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