Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1931-01-01 · 17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931 · p. Seite 345

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
17 (1931) Basel, 30. Juni bis 17. Juli 1931
Date
1931-01-01
Page
Seite 345 (sequence 348)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476288--8153-3484302
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

A. Barth 345 gesehen — das Interesse und die Opferwilligkeit des Einzelnen für die Organisation ist. Heute ist es unmöglich, einen solchen allgemeinen Beitrag, der in der Hauptsache eine deklarative Bedeutung hat, etwa progressiv zu staffeln. Daher muß man auf ein solches Minimum herabgehen, das im Verhältnis zu andern zionistischen Leistungen keine Bedeutung mehr hat. In verschiedenen Ländern, besonders in Amerika, wird erklärt, daß es unmöglich wäre, Schekelsammlungen überhaupt durchzuführen, weil Leute, die Hunderte und Tausende von Dollars für den Keren Hajessod und den Keren Kajemeth geben, es nicht verstehen, daß sie gesondert noch einen halben Dollar geben müssen, um ihre Zugehörigkeit zur Organisation zu deklarieren. Dieser Zustand hat dazu geführt, daß man sich immer wieder mit der Frage beschäftigt, ob es möglich wäre, den Schekel durch etwas anderes zu ersetzen, umso mehr, weil andererseits die Zionistische Exekutive mit den Ergebnissen aus der Schekelkampagne nicht ihr Budget bestreiten kann. Auf die Einzelheiten dieser Frage komme ich noch in einem späteren Zeitpunkt zurück. Nach diesen einleitenden Worten, die auf die allgemeinen Probleme hinweisen wollen, beginne ich nun mit den Resolutionen selbst. In dem Referat Rosenb>lüth war unter der Uberschrift „Stärkung der Organisation" ein Programm vorgeschlagen worden, das der Exekutive die Möglichkeit geben soll, in größerem Maße als bisher in die Organisations- und Propagandazentren einzugreifen. Dieses Referat hat die Kommission eingehend beschäftigt, und ich glaube, wenn es bei den Beschlüssen der Organisationskommission bleiben sollte, dann ist das, was hier unter Ziffer i unter dem Rubrum „Stärkung der Organisation" festgelegt ist, als das wesentlichste Ergebnis der Beratungen unserer Kommission zu betrachten. Wir haben uns im wesentlichen an die Vorschläge von Rosenblüth gehalten, jedoch eine etwas vorsichtigere Formulierung vorgenommen. Dabei muß •daran erinnert werden, daß die Tatsache, daß die Exekutive überhaupt in die Propaganda eingreifen darf, erst eine Errungenschaft des letzten Kongresses ist. Bis dahin hatten sich die Sonderverbände dagegen gesträubt, daß die Exekutive in die Propaganda eingreife, weil sie daraus sowohl ideologische Schwierigkeiten befürchteten, als auch fürchteten, daß es unmöglich sein würde, daß eine Exekutive, deren Leiter des Propaganda-Departements naturgemäß einer bestimmten Gruppe angehören muß, auch die Propaganda für die Gruppen in zulänglicher Weise würde machen können. Nachdem auf dem letzten Kongreß das System der einheitlichen Propaganda von Seiten der Exekutive angenommen wurde, ist es nun notwendig, einen Schritt weiterzugehen. In diesem Sinne lege ich Ihnen Resolution I vor: I. Stärkung der Organisation. Der Kongreß hält das folgende Programm für den Ausbau der zionistischen Organisations- und Propagandaarbeit für zweckmäßig: 1. Die Organisation und Propaganda soll mehr in den Vordergrund der Arbeit der Zionistischen Exekutive gerückt werden. Die Zionistische Exekutive soll bei Verteilung ihrer Ressorts hierauf Rücksicht nehmen. 2. Das Organisations-Departement der Zionistischen Exekutive soll zu einer Zentrale für Organisation und Propaganda ausgebaut werden, welche die Tätigkeit der zionistischen Verbände aktiv und systematisch anregt und unterstützt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.