Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 635 (sequence 773)
- Language
- German, English, Hebrew
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Motzkin, Fishman, Rosenberg 635 Fünfte Sitzung. Mittwoch, den 14- August, vormittags. Beginn der Sitzung: 10 Uhr vormittags. Vorsitzender: Louis Marshall. James Rosenberg (Amerika, Berichterstatter des Resolutionsausschusses — spricht englisch): Ich glaube, dass jetzt die Zeit für Taten ist und nicht für Worte. Die Konferenz dürfte von dem Ergebnis der Arbeit des Komitees enttäuscht sein, da sämtliche Resolutionen nicht mehr als zwei Seiten ausmachen. Die Kommission hat allerlei Vorschläge in bezug auf Kolonisation, Erziehung, Gesundheitswesen usw. geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass sie Beschlüsse nur über grundsätzliche Fragen fassen und dass sie nicht in Details eingehen wird. Die anderen Resolutionen und Vorschläge werden dem Administrativkomitee übergeben werden, das die nötigen Schritte zu unternehmen haben wird. Das Komitee hat auch beschlossen hat, eine Deklaration oder ein Manifest zu erlassen, dessen Entwurf Ihnen später unterbreitet werden wird. Vorläufig unterbreiten wir Ihnen die Resolutionen, die Sie in Händen haben und deren erster Teil lautet: In Anbetracht dessen, dass Grossbritannien sich durch die Balfour- Deklaration verpflichtet hat, sein Bestes zu tun, um die Errichtung eines nationalen Heimes für das jüdische Volk in Palästina zu erleichtern, und in Anbetracht dessen, dass diese historische Deklaration von dem Völkerbund, dessen Mandatar für Palästina Grossbritannien ist, und von dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika bestätigt worden ist, und in Anbetracht dessen, dass das Mandat eine Jewish Agency geschaffen hat als eine öffentliche Körperschaft, die mit der Mandatarmacht in allen Angelegenheiten, die die Errichtung des jüdischen nationalen Hehns berühren, zusammenwirken soll, und in Anbetracht dessen, dass Grossbritannien die Erweiterung _ der Jewish Agency in dem Sinne, dass sie alle Juden, Zionisten und Nichtzionisten, einschliessen und repräsentieren solle, gebilligt hat, und