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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 603

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 603 (sequence 741)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7753-3483901
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Warburg, Marshall, Kisch 603 zu einer Revision unseres Status in Palästina zu veranlassen suchten, so dass unsere Arbeit ständig durch Unsicherheit gehemmt war. Was immer wir zur Kritik gewisser Handlungen der Palästinaverwaltung sagen mögen, in diesem Punkte haben wir dem britischen Volke und der britischen Regierung gegenüber eine grosse Dankesschuld abzustatten. Heute ist es jedermann klar, dass die Politik, auf Grund deren die jüdische Entwicklung, der jüdische P lästina-Aufbau vor sich geht, eine absolut feststehende Politik des britischen Volkes ist. Wir sahen Regierungen jeder Schattierung und Veranlagung; wir hatten mit so verschiedenen Kolonialsekretären zu tun, wie es der Herzog von Devonshire und Mr. Thomas sind, aber bei jedem einzelnen bemerkten wir die gleiche Haltung der Hilfsbereitschaft, da es eben die Politik der britischen Regierung ist, dass das jüdische nationale Heim auf der Grundlage des Mandates in Palästina aufgebaut werden soll. Ich meine, wenn wir kritisieren — und ich bin vielleicht jemand, der mehr Kritik geübt hat als die meisten anderen Leute —, wenn wir, wie wir manchmal zu tun genötigt sind, die administrativen Handlungen der Palästina-Regierung kritisieren, die wie jede Regierung kritisiert werden muss, sollten wir doch immer dankbar dieser Stabilisierung der Politik eingedenk sein, auf deren Grundlage wir jetzt arbeiten können und auch weiterhin in Erez Israel arbeiten werden. Mit Bezug auf die Stabilisierung möchte ich auch die öffentliche Sicherheit erwähnen. Als ich vor sechs oder sieben Jahren zum ersten Male nach Palästina kam, war das ganze Land unsicher, Mordtaten (nicht aus Rassenhass) waren nicht selten. Selbst auf der Landstrasse zwischen Jaffa und Jerusalem erinnere ich mich, dass zwei Engländer, zwanzig Meilen von der Hauptstadt entfernt, ermordet wurden. In der Umgebung von Jaffa und Tel Aviv gab es eine ganze Reihe gewalttätiger Verbrechen. Dies ist glücklicherweise heute völlig geändert und auch in dieser Beziehung haben wir die Leistung der britischen Regierung in Palästina anzuerkennen. Ich erwähne diesen Punkt, weil die Öffentliche Sicherheit die erste wesentliche Voraussetzung für jede fortschrittliche Entwicklung ist. Ohne öffentliche Sicherheit können wir keinen Fortschritt machen. Mit öffentlicher Sicherheit aber können und müssen und werden wir stetig vorwärts gehen. Ein drittes Moment der Stabilisierung, das ich erwähnen möchte, bezieht sich auf das Gesetzbuch, auf Grund dessen wir arbeiten. Die Türken verliessen Palästina nach vier Jahrhunderten der Regierung oder Missregierung und vererbten uns ein ottomanisches Gesetzbuch, das zwir dem allgemeinen Charakter des Landes, wie es vor der aktiven jüdischen Aktion war, nicht übel angepasst ist, das uns und unsere Tätigkeit und unseren Fortschritt aber in jeder Richtung schwer behindert. Wir leiden auch heute noch an dem Erbe dieser Periode türkischer Verwaltung. Um nur ein Beispiel zu erwähnen, so erschwert die Unklarheit in bezug auf Eigentumstitel sehr den Erwerb von Boden und schafft viele agrarisch«

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