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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 600

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 600 (sequence 738)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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600 2. COUNCIL-SITZUNG: Referate über die Aufgaben der Agency Bedeutung ist, die Nationen der Welt werden aus dem grossen Versuch in Palästina lernen, ihre Streitigkeiten beiseite zu lassen und sich zu einem Bruderbund zusammenschliessen. Wieder wird das Wort des Propheten unter den Völkern gelten und sie werden ausrufen wie einst: „Haben wir nicht einen Vater? Hat nicht ein Gott uns erschaffen? Warum sollten wir also wie Feinde aneinander handeln?** (Stürmischer Beifall.) Felix M.Warburg (Amerika — spricht deutsch): Es ist ein grosser Sprung von dem, was gewesen ist, zu dem, was jetzt werden soll, und wir, die wir Palästina kannten und wissen, was es heisst, von der Hand in den Mund zu leben, hoffen, dass es jetzt statt von der Hand in den Mund von Hantke zu Mond gehen wird. (Lebhafter Beifall.) Geehrte Damen und Herren! Man hat sich bisher mit kleinen Bodenstückchen begnügen müssen; jetzt wird es in grösserem Masstabe weiter geführt werden, und ich hoffe, dass sich auch für die geschäftlichen Unternehmungen in Palästina die Kollegen finden werden, die bereit sind, sich in grosszügiger und couragierter Weise zu interessieren. Herr Dr. Frankel, der eigentlich über die Survey Commission hätte sprechen sollen, hat sich über Prophezeiungen der Zukunft ausgesprochen. Ich hoffe, dass seine Prophezeiungen alle eintreffen werden. (Beifall.) Die Frage, wie weit die Wünsche von Dr. Weizmann ausgeführt werden und wie weit sich das Budget erreichen lässt, hängt davon ab, was Sie durch Ihre Arbeit und durch Ihre neue Vereinigung in der Welt an Zutrauen gewonnen haben oder gewinnen werden. Zwei Punkte hat Dr. Weizmann berührt, die von grosser Wichtigkeit sind, dieselben, die Dr. Frankel natürlich auch hervorgehoben hat. Der Landkauf muss rascher vor sich gehen. Wie rasch er gehen kann, ist von den Preisen abhängig. Das Land ist zu klein, um einen Massenerwerb an Boden zu versuchen. Denn dann gehen die Preise hoch. Dr. Weizmann hat auch das Problem der Industrie berührt. Der von ihm vorgeschlagene Prozentsatz ist meiner Meinung nach der richtige. Den Industriellen muss geholfen werden. Eine ganze Menge Menschen leben schon heute von einer Institution, die unsichtbar ist für die Allgemeinheit, unsichtbar für den Besucher, aber nicht unsichtbar für die Unternehmungen, die sie so weit gebracht hat, wie sie sind. Ich spreche von der Palestine Economic Corporation, von der ich zufällig etwas mehr weiss und die es fertig gebracht hat, 200 000—300 000 Dollar auszuleihen und wieder zu bekommen und wieder auszuleihen. Die Industrie ist gewachsen und wird weiter wachsen, wenn sie konsequent auf geschäftlicher Basis entwickelt wird. Wichtig ist auch die Heranziehung der Arbeiterschaft auf das Land, wo man ihr das Leben so anziehend machen muss, dass sie auf dem

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