Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 479

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 479 (sequence 617)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476286--7629-3483777
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Harzfeld, Persitz, Mossinson, Teitelbaum 479 Hatarbuth bewilligt hat, muss man auch den allgemeinen Schulen zum Ausgleich der Stunden 750 Pfund bewilligen. Die zwei Lehrerseminarien der allgemeinen Zionisten wurden aus Mangel an Mitteln auf zwei Klassen reduziert. Die Exekutive trägt die Verantwortung für diese Zerstörung. Ich fordere, dass der Kongress für den Ausbau dieser wichtigen Institution 2000 Pfund bewillige. Dr. B. Mossinson (A. C, Palästina — spricht hebräisch): Ich will einige Worte über Erziehung sprechen. Ausnahmsweise bin ich mit einem Worte des Herrn Sacher einverstanden, der sagt, dass die Erziehung der allgemeinen Zionisten nicht schlechter zu behandeln sei als die des Misrachi und der Arbeiter. Das ist richtig, aber die Folgerungen, die ich daraus ziehe, sind ganz andere. Ich bin nicht dafür, das Budget der Schulen der Flügel zu verkürzen, sondern das der allgemeinen Zionisten zu erhöhen. Man klagt über die Lehrpläne, darüber, dass der Unterricht der Mischnah gekürzt wurde; diese Stunden hat man aus Mangel an Mitteln gestrichen. Bezüglich der Habimah, des Waad Halaschon usw. hat Herr Sacher erklärt, dass er auch dann gegen solche Ausgaben wäre, wenn wir Geld hätten. Es ist ein Irrtum der Exekutive, dass sie ihre Stärke darin sieht, Ersparnisse zu machen. Ihre Stärke soll darin bestehen, Mittel zu finden, um zu geben. Ich hatte Gelegenheit, die Habimah bei ihrer Arbeit in der Golah zu sehen. Menschen, die an die Möglichkeit der Belebung der Sprache nicht glaubten, haben durch die Habimah ein Gefühl für nationale Ehre und nationales Wiederaufleben bekommen, und sie bringen Opfer für Keren Kajemeth und Keren Hajessod. Das bedeutet mehr als 300 Pfund. Mit diesen kleinen Beträgen wollen wir den Schaffenden und Bauenden unter uns die Möglichkeit geben, ihre Arbeit fortzuführen. Del. Rabb. A. Teitelbaum (Misrachi): Die Budgetkommission ist eine ganze Woche gesessen und hat fleissig gearbeitet und hat in Erwägung aller Umstände einen Betrag für die Vergrösserung der Kolonisation eingesetzt. Sie hat, trotzdem 70 000 Pfund gefordert wurden, für städtische Kolonisation, Arbeit und Erziehung 14 000 Pfund bewilligt. Herr Sacher hat das hier als verschwenderisch bezeichnet und fordert die Ablehnung. Was die Misrachi-Schulen betrifft, so hat man statt der benötigten 1 5 700 Pfund schliesslich nur 2990 Pfund bewilligt, und hiervor hatte die Exekutive selbst 2000 Pfund eingestellt. Ich glaube, wenn man im Rahmen eines Budgets von 750 000 Pfund Aenderungen von 14 800 Pfund macht, so ist es ein Unrecht, diese Aenderungen, die in der Budgetkommission einstimmig beschlossen worden sind, hier zurückzuweisen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.