Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 477 (sequence 615)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sacher, Kaplan, Bileski, Landau 477 sation eine kleine Subvention gibt. Die Kommission ist der Ansicht, dass die Zionistische Organisation auch in den gegenwärtigen Verhältnissen in der Lage wäre, sich den Luxus zu erlauben, dass sie kulturelle Anstalten von nationaler Bedeutung sichert. Gegenüber der Bemerkung des Herrn Sacher, dass der Misrachi und die Waadath Hatarbuth alles bekommen haben, was sie gefordert haben, muss darauf hingewiesen werden, dass die Kommission gegenüber den Budgetansprüchen der andern Kommissionen sehr vorsichtig war, so zum Beispiel forderte die Erziehungskommission eine Erhöhung von 16 000 Pfund, die Budgetkommission hat nur 3000 Pfund bewilligt. Die Erhöhungen aber wurden verlangt, um die Lage der Schulkinder zu verbessern, ich bitte daher den Vorschlag der Kommission zur Gänze zu akzeptieren. Dr. M. Bileski (A. C, Deutschland) stellt folgenden Antrag: „Der gesamte Betrag, um welchen der Posten A des Budgets gegenüber dem Vorschlag der Exekutive ermässigt ist, soll dem Betrag für landwirtschaftliche Kolonisation hinzugefügt werden. Ueber die Verteilung anderer Verringerungen soll die Exekutive entscheiden." Wir stehen auf dem Standpunkt, dass die Zionistische Organisation alles, was wir irgendwie aufbringen können, in erster Linie für landwirtschaftliche Siedlung in Palästina verwenden muss, und wir verlangen eine Entscheidung des Kongresses über dieses Prinzip. Die Hauptersparnisse aus dem Budget stammen aus dem Posten A (Verpflichtungen). Diese sollen nur für landwirtschaftliche Kolonisation verwendet werden. Bei andern Posten, hauptsächlich Administration, gibt es auch noch geringe Ersparnisse, deren Verteilung der Exekutive zu überlassen ist. Der Kongress beschliesst, die Rednerliste zu schliessen und die Redezeit auf fünf Minuten zu beschränken. Ing. N. Landau (Ostgalizien —- spricht deutsch): Es wurde gesagt, dass die Kommission Ersparnisse im Betrage von 39 000 Pfund vorgenommen hat. Ich will diese Behauptung richtigstellen. Wir haben dieses Geld nicht erspart, sondern wir haben nur Zahlungen für das nächste Jahr verschoben. Darum sind die dadurch gewonnenen Summen dem landwirtschaftlichen Budget bis auf den Betrag von 6000 £ zugeführt. Die Kommission hat diese 6000 £ — und die tatsächlich gemachten Ersparnisse von 8900 £ — insgesamt 14 900 £, auf verschiedene Budgetposten, produktive und unproduktive, verteilt. Ich schlage daher vor, das Budget der landwirtschaftlichen Kommission noch um die obengenannten, durch Zahlenverschiebung gewonnenen 6000 £ zu vergrössern, denn nur dann können wir sagen, dass wir Investitionen und nicht weitere