Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 476

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 476 (sequence 614)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476286--7626-3483774
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

476 18. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Budget-Kommission Schulen und die Schulen der Waadath Hatarbuth verlangt wurde, hat man akzeptiert, es wurde aber kein Pfennig für die allgemeinen Schulen gegeben. Wir verlangen von Ihnen, dass alle diese Posten gestrichen werden sollen. In bezug auf die meisten andern Posten des Arbeitsdepartements ist es Ansicht der Exekutive, dass man, obwohl diese Zwecke zu der richtigen Zeit gute Zwecke sind, in diesem Moment die Gelder nicht für diese Zwecke verwenden soll, sondern, wie ich Ihnen schon vorher gesagt habe, für die Konsolidierung der Kolonien. Es ist deswegen meine Aufgabe, Ihnen im Namen der jetzigen Exekutive zu sagen, dass diese Exekutive nicht die Verantwortung für das Budget in dieser veränderten Form übernehmen kann. Und weil in diesem Moment keine andere Exekutive existiert, ist es Pflicht dieser Exekutive, das Ihnen sehr klar zu unterbreiten. E.Kaplan (A.C., Hitachduth — spricht jüdisch): Was die Resolution bezüglich der strittigen Summe des ehemaligen russischen zionistischen Zentralkomitees betrifft, so sind noch einige andere Forderungen gegenüber der Exekutive, wie z. B. die Schulden an den Merkas chaklai für die Tabakarbeiten, vorhanden, bezüglich deren die Kommission beschlossen hat, dass auch diese Schulden, falls im Streite vor dem Kongressgericht gegen die Zionistische Organisation entschieden wird, oder auch im Falle einer Verständigung mit der Exekutive, von der Jewish Agency übernommen werden sollen. Die Budgetkommission hat das Prinzip festgesetzt, den Rahmen des Budgets von 750 000 Pfund nicht zu überschreiten sowie nicht weniger als 30 Prozent für Kolonisation zu verwenden. Demgemäss hat die Budgetkommission alle Mittel ergriffen, um das Kolonisationsbudget zu vergrössern, und hat auch gewisse Reserven für die Kolonisation aufgenommen. Zugleich aber hat die Kommission verschiedene Ersparnisse im Budget, besonders auf dem Gebiete der Administration vorgeschlagen. Sie hatte dabei einen scharfen Kampf zu führen. Ferner stellte die Kommission fest, dass das Budget der Exekutive die Durchführung einer Reihe von frühern Kongressbeschlüssen unmöglich macht, und ist dafür eingetreten, endlich an die Durchführung dieser Beschlüsse zu schreiten, wie z. B. des mehrfach beschlossenen Baus von Arbeitersiedlungen, der Massnahmen zur Abhilfe des Wohnungsmangels in den Kolonien, der zentralen Schule im Emek usw. Wenn wir heute zu einem Budget von 750 000 Pfund kommen und ungefähr 200 000 Pfund für Kolonisation sichern, so ist es Pflicht des Kongresses, alle Beschlüsse auszuführen, von denen viele bisher auf dem Papier geblieben sind. Was die Subvention für die Habimah anlangt, so waren ihre Verfechter nicht nur die Linken, sondern auch die amerikanischen Vertreter. Es handelt sich darum, jetzt die Existenz der Habimah zu sichern. Man kann einige tausend Pfund ausserhalb der Zionistischen Organisation bekommen, wenn auch die Zionistische Organi-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.