Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 433 (sequence 571)
- Language
- German, English, Hebrew
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Barth. Mossinson. Goldmann 433 gewählt werden, 50 ist dann der ganze Kongress mit der Agency verbunden. Dazu kommt noch ein Grund. Die Mehrheit der Landsmannschaften hat schon ihre Wahlen organisiert. Es wird daher nicht vorteilhaft sein, wenn die neue Ordnung, die die Organisations-Kommission vorschlägt, angenommen wird. Ich beantrage daher, für die ersten Wahlen den Vorschlag des Permanenzausschusses anzunehmen. Vielleicht finden wir es späterhin für richtig, mit andern Anträgen zu kommen. Delegierter Dr. N. Goldmann (Radikal): Ich bin gegen den Vorschlag des Permanenzausschusses. Der Orgam- «ations-Ausschuss ist die eigentlich kompetente Kommission, Vorschläge zu machen. Ich habe zu ihr, die den ganzen Komplex der organisatorischen Probleme durchdacht hat, weit grösseres Vertrauen als zu den Herren des Permanenzausschusses, die parteipolitischen Erwägungen Rechnung tragen. Für die Annahme des Antrages der Organisationskommission sprechen drei Gründe: 1. Es ist unrichtig und sogar gefährlich, das Aktionskomitee, unsere höchste Behörde, restlos mit dem Council zu identifizieren. Es gibt Gruppen im Zionismus, die wohl ins Aktionskomitee gehen, nicht aber in den Council. Wenn auch viele Gruppen dieselben Menschen entsenden werden, Boll das nicht statutarisch festgesetzt werden, sondern es soll das Aktionskomitee eine selbständige Behörde bleiben. 2. Auch von einem rein praktischen Gesichtspunkt bin ich für den Vorschlag der Organisation-Kommission. Die Auswahl kann manchmal eine ganz verschiedene sein. Jede Gruppe ist in der Lage, sich zu sagen: Für das Aktionskomitee wähle ich diese P2rsönlichkeit, für den Council aber eine andere Persönlichkeit, die den Zionismus in einem nichtzionistischen Gremium zu vertreten hat. 3. Dr. Mossinsohn hat an Ihre Neigung zur Bequemlichkeit appelliert. Ich glaube, dass es für viele Gruppen bequemer sein wird, wenn sie nicht gezwungen sind, da und dort dieselbe Persönlichkeit zu wählen. Wenn eine Gruppe dieselben Leute wählen will, so ist sie nicht daran gehindert; prinzipiell aber soll man es nicht festlegen. Dr. B. Mossinson verliest den Antrag des Permanenzausschusses, welcher lautet: 1. Die Mitglieder des Aktionskomitees sowie dessen Ersatzmitglieder bilden zugleich den zionistischen Teil des Councils der Jewish Agency. 2. Zu diesen Mitgliedern des Councils kommt weiters noch eine doppelte Anzahl von Ersatzmitgliedern, das heisst, wenn das Aktionskomitee 104 Mitglieder (zusammen mit den Ersatzmitgliedern) zählen sollte, so werden noch weitere 208 Ersatzmitglieder des Councils vom Kongress gewählt. 3. Für das Administrative Committee sollen von seiten des Aktionskomitees 20 Mitglieder vorgeschlagen werden, die von den Mitgliedern des zionistischen Teiles des Councils der Jewish Agency gewählt werden.