Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 559)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476286--7571-3483719- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Heftmann, Mereminski, Jachinson, Jacobsohn, Grünbaum, 421 Sokolow Siebzehnte Sitzung. Donnerstag, den 8. August, abends. Beginn der Sitzung: 17 Uhr. Vorsitz: Vizepräsident Motzkin. N. Sokolow (Präsident der Exekutive): Der XIV. Kongress hatte beschlossen, die Gebeine Theodor Herzls nach Erez Israel zu überführen. Der gegenwärtige Kongress, auf dem eines der Leitmotive die Erinnerung an Herzl ist, wird mit Recht fragen, was nach dieser Richtung geschehen ist. Ich brauche nicht erst zu sagen, dass das mehr war als ein Kongressbeschluss, dass es ein Gelübde war und dazu ein heiliges Gelübde. Es ist ein religiöses Gebot, den Wunsch eines Verblichenen in Erfüllung zu bringen. Er liegt uns allen am Herzen, und ich glaube, dass ich in Ihrem Sinne spreche, wenn ich erkläre, dass das kein leeres Versprechen war, sondern dass wir diese Sache ausführen werden. Man hat sich mit dieser Frage beschäftigt und ich kann mitteilen, dass alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt sind und dass diese Sache zur Ausführung kommen wird. Der Zeitpunkt lässt sich noch nicht genau bestimmen, er hängt mit der Lage in Erez Israel zusammen. Es wird uns überlassen bleiben, diesen Zeitpunkt zu bestimmen, aber der Kongress soll zur Kenntnis nehmen, dass die Ueberführung zur Ausführung gelangt. Ausser der Ueberführung der Gebeine Herzls nach Erez Israel sol1 auch am Grabe Herzls in Wien eine Gedenktafel angebracht werden. Mit Rücksicht darauf, dass sich im Laufe der letzten Jahre schon eine Tradition des Grabganges am Jahrzeittage gebildet hat, wollen wir diesen uns so lieben Platz nicht leer lassen, sondern dort eine Gedenktafel anbringen. Auch an dem Hause, in welchem Herzl verstorben ist, soll eine Gedenktafel angebracht werden. Für die Ausführung der Einzelheiten habe ich mich mit einem intimen Freunde und Verwandten Herzls, der unter uns weilt, in Verbindung gesetzt, Herrn Direktor Reichenfeld, und er hat mir die Zusicherung gegeben, dass alles bis auf das Datum der Ueberführung, das zu bestimmen bleibt, geregelt ist. Ich würde vorschlagen, dass der Kongress dies zur Kenntnis nimmt und dass eine Kommission eingesetzt wird, deren Wahl der Kongress dem zu wählenden Aktionskomitee überlassen soll und zu der Direktor Reichenfeld zugezogen wird.