Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 424)
- Language
- German, English, Hebrew
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286 Elfte Sitzung. Montag, den 5. August, nachmittags. Beginn der Sitzung: 15 Uhr 35 Minuten. Vorsitz: Vizepräsident Berlin. Präs.sSekr. Dr. Gelber verliest Begrüssungen. Gesundheitss und Erziehungswesen in Palästina. Miss H. Szold (Exekutive — spricht deutsch): Zu dem Ihnen vorgelegten gedruckten Berichte möchte ich einige Bemerkungen zunächst über das Gesundheitswesen und den Fortschritt, der in den letzten zwei Jahren auf diesem Gebiete zu verzeichnen ist, machen. Vor allem möchte ich mitteilen, dass die Sterblichkeit unter der jüdischen Bevölkerung Palästinas sich in den letzten Jahren ganz erheblich gebessert hat. Von tausend Personen starben im Jahre 1925 fünfzehn, diese Zahl sank 1928 auf zwölf. Noch deutlicher ist dieser Fortschritt in der Säuglings-Sterblichkeit zu konstatieren. Auf tausend Geburten starben im Alter bis zu einem Jahr im Jahre 1925 131 Säuglinge, im Jahre 1928 fiel diese Zahl auf 97. In diesen beiden Zahlen steht Palästina der westlichen Statistik ziemlich nahe, obwohl wir in Palastina doch noch gewisse Bedingungen zu bekämpfen haben, die sich von der westlichen Kultur sehr weit entfernen. Gegenüber der Verringerung der Sterblichkeit ist im allgemeinen keine bedeutende Verringerung der Morbidität zu bemerken, die allerdings aus dem Grunde nicht so deutlich zu konstatieren ist, weil sowohl unsere eigenen als auch die Statistiken der Regierung nicht sehr vollkommen sind. In einer Beziehung müssen wir -noch immer zugeben, dass unsere Morbiditätsverhältnisse sich nicht sehr gebessert haben, nämlich in bezug auf Malaria. Und gerade in diesem Jahre haben wir zu erwarten, dass eine grosse Ausdehnung der Malaria erfolgen wird. Das ist eben die Kehrseite eines gesegneten Jahres, das mit dem reichlichen Regen nicht nur eine grosse Ernte an Frucht, sondern auch eine grosse Ernte an Malariaerkrankungen bringt. Wir müssen immer ganz entschieden darauf bestehen, dass eine starke Prophylaxe angewendet wird, und müssen noch immer unsere eigenen Siedler in dieser Beziehung erziehen. Auch in