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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 243

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 243 (sequence 381)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7393-3483541
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Sokolow 243 Anleihe nicht Entlastung, sondern zeitweilige Erleichterung und, wie wir hoffen, eine tatkräftige Vorschubleistung bedeutet — nichts mehr. Auch die Jewish Agency entlastet nicht die zionistische Gesamtheit und die Keren Hajessod-Peripherie. Wir dürfen uns nicht auf wenige reiche Leute verlassen, obschon wir von ihnen viel erwarten. Setzen wir doch nicht alles auf eine Karte! Wir werden mit grosser Begeisterung das Bündnis schliessen und unseren neuen Freunden der Tradition gemäss zurufen: Achinu atta! (Mein Bruder bist Du!) Es verbreitet sich jetzt die törichte und ungemein gefährliche Legende, dass manche Zionisten sagen: Gott sei Dank, die anderen sollen kommen und die ganze Arbeit auf sich nehmen. Wir haben lange genug die Lasten getragen. Es muss mit dieser Fiktion aufgeräumt werden! Wir Zionisten sind wohl in Parteien geteilt, die ihre Interessen wahrzunehmen und zu verteidigen haben und nach allen möglichen Kombinationen suchen. Aber zu all dem gehört die Hauptquelle, die Basis, und diese Basis muss man unaufhörlich stärken. Diese Faktoren bedingen sich gegenseitig, das eine ist ohne das andere nicht gegeben. Meine Parole lautet: Arbeiten! Wir müssen mehr arbeiten. Wenn wir den Wiederaufbau Erez Israels wollen, so müssen wir auch eine grosse und starke Zionistische Organisation wieder aufbauen. Wir wissen alle, was in den Tiefen unserer Seele rauscht, wir wollen keine lauwarmen Kompromisse, wir wollen ein wirkliches Nationalheim. Das ist eine Sache, über die man am wenigsten sprechen, an die man aber immer denken soll. Man darf von dem Augenblicke nicht verlangen, was er nicht geben kann, sondern muss die Sache reifen lassen. Man kann nicht steigen auf Leitern ohne Sprossen. Wir sollen nicht über die öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte sprechen, sondern sie schaffen. Herzl hat mit Prof. Schapiro den Keren Kajemeth gegründet und dazu sein Lieblingskind, den Jewish Colonial Trust, geschaffen. Der Keren Kajemeth ist das Werk der Zionistischen Organisation. Haben wir Zionisten für diese Institution das Maximum dessen geleistet, was wir leisten können? Ich habe den Eindruck, dass unvergleichlich mehr geschehen kann, dass die Potenz dieser Institution hundertmal grösser ist als ihre Wirklichkeit. Genau dasselbe gilt für den Keren Hajessod, trotz den grossen Schwierigkeiten. Der Zionismus ist ja nunmehr solide auf Tatsachen verankert und kann nicht mehr verloren das Sehnen, Begehren, Schmachten, das auf keine Schranken und auch auf keine Mittel angewiesen ist. Der bauende, politisch und kulturell schöpferische Zionismus kann ja auch nicht einen Tag ohne Keren Hajessod auskommen! Mobilisieren wir unsere Kräfte, stärken und aktivieren wir sie, dann werden die Einkünfte bei den Institutionen grösser sein, und dann können wir uns ein reichhaltigeres Programm und em rascheres Tempo leisten. Dann wird nicht jede Partei gezwungen sein, sich grosse und zweifellos schmerzliche Abstriche auf ihrem wohlbegründeten Wunschzettel gefallen zu lassen und mit uns darüber zu

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