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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 148

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 148 (sequence 286)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7298-3483446
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148 5. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte Aber gerade, weil wir von der Exekutive ein energischeres Vorgehen in politischer Beziehung fordern, müssen wir es aufs entschiedenste ablehnen, dass Gruppen, Parteien oder Einzelpersonen irgendwie separat oder selbständig in diese heikelste aller Betätigungen eines Volksorganismus hineinpfuschen. Diese unsere auswärtige Politik darf nur zentral und nur von dem Kongress und der Gesamtbewegung gegenüber verantwortlichen Bestellten unseres Volkes geführt werden, weil sonst unermesslicher Schaden angerichtet werden kann. Wir verlangen aus diesem Grunde, aber auch aus Gründen allgemein organisatorischer Natur, dass eine straffere Disziplin in unserer Bewegung eingeführt werde, und schlagen deshalb vor, dass die Organisationskommission eine spezielle Unterkommission einsetze, welche sich mit dieser Frage beschäftigen und dem Kongress klar formulierte Anträge vorlegen soll. So wie heute die Organisation im allgemeinen funktioniert, geht sie durch die vielfach sich kreuzenden, unnütz parallel laufenden, in Sackgassen verlaufenden Institutionen und Interessen einer bald unentwirrbaren Situation entgegen. Wir anerkennen, dass bei der Exekutive guter Wille vorhanden war, aber es ist klar, dass sie aus eigenem keine grundlegenden Aenderungen vornehmen konnte noch durfte. Wir fordern eine möglichst starke Vereinheitlichung der ganzen Organisation von unten bis hinauf. Der Zusammenhang der ersten Zelle der Zionistischen Organisation, des lokalen zionistischen Vereins in jeder Stadt, über die betreffende Landeszentrale hinüber zu den Zentralen in London muss straffer gefasst werden. Insbesondere darf das äussere Merkmal des Zionisten nicht mehr der einmal in zwei Jahren gezahlte Schekel oder überhaupt nur der Schekel allein sein. In der Zeit wogentürmender Romantik, aber verschwindend kleiner materieller Bedürfnisse konnte der Schekel ein genügendes Erkennungszeichen sein. Heute aber, in der Zeit der Verwirklichung und der schweren Lasten sowohl für die Aufrechterhaltung der Organisation als auch für den Aufbau des Heimatlandes, muss der wirkliche Zionist den Beweis seiner inneren Verbundenheit mit unserem Ideal durch wirkliche Opfer an Zeit und Geld für die Landesorganisation, die Weltzentrale, für Keren Hajessod und Keren Kajemeth erbringen. Gerade jetzt, wo durch Schaffung der Agency palästinafreundliche Elemente in der ganzen Welt sich, wenn auch noch locker, organisieren, ist es notwendig, auch durch genügend sichtbare Geld- und Zeitopfer sich als der Zionistischen Organisation angeschlossen zu dokumentieren. Was uns aber mit grosser Sorge erfüllt, ist die Tatsache, dass sich alle unsere bisherigen Bemühungen, den Kreis unserer organisierten Zionisten zu vergrössern, als unfruchtbar erwiesen haben. Wir müssen die

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