Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 275)
- Language
- German, English, Hebrew
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Zlotnik 137 beruht. Solange die Erziehung gespalten ist, können wir nicht erwarten, dass eine einheitliche Generation heranwächst. Darum wünschen wir eine einheitliche Erziehung in Erez Israel. (Beifall.) Wir bedauern auch die Reibungen, welche im jüdischen Lager in Erez Israel zwischen Arbeit und Kapital und zwischen den einzelnen Gruppen der Arbeiter vorkommen. Wenn alle, die am Aufbau von Erez Israel beschäftigt sind, die Ideale von früher hätten, dann gäbe es mehr Einigkeit. Doch bessere Ordnung, schöneres Leben, mehr Ideale können nicht von selbst kommen, es muss eine führende Hand und ein leitender Geist da sein. Wenn wir fragen, was die Aufgabe der Zionistischen Organisation sein soll, wenn die Agency die praktische Arbeit übernehmen wird, so ist darauf zu antworten: Es wird genug Arbeit sein, für den Zionismus in seiner ganzen Grösse und Reinheit zu wirken. Das Fundament des Zionismus war immer: Land und Boden. Auf diesem Grundsatze muss unsere Arbeit weitergehen. Es darf kein Moment der Entwicklung in Erez Israel übersehen werden, welches uns mit dem Lande verwurzelt. Und nur, wenn der grösste Teil des Bodens in unseren Händen sein wird, auch bei einer kleinen Bevölkerung, dann wird Erez Israel ein jüdisches Land sein. (Beifall.) Jetzt im Augenblick nationaler und kultureller Bewegung dürfen wir die Wichtigkeit der Landerwerbung und der Landkolonisation in der zionistischen Arbeit nicht vergessen. Und noch eine Sache will ich hervorheben. Man stellt uns oft die Frage, wieso die jüdische Aristokratie für kleine Wohltätigkeitszwecke grosse Summen gibt, und nur, wenn es um Zionismus geht, uns mit kleinen Beträgen abspeist. Wenn ein Jude Geld für religiöse oder andere Institutionen gibt, so ruft ihn sein Gewissen: warum hast du dich von deinem Volke entfernt, warum schläfst du? Und er kauft sich los. Wenn er für Erez Israel gibt, ist das kein Loskaufgeld, sondern er betrachtet sich als ein Glied der grossen jüdischen Familie. Er hat sich an das jüdische Leben angeschlossen. Del. Morris Myer (England — spricht jüdisch): Im Namen der englischen Organisation habe ich zu erklären, dass wir hierher gekommen sind, um die Politik der Exekutive zu unterstützen sowohl im Hinblick auf Palästina und die Jewish Agency, als auch auf ihre Bemühungen, unsere nationale Idee in der jüdischen Jugend zu verbreiten und sie mit dem Geist unseres Ideals zu erfüllen. Wenn wir die Politik der Exekutive unterstützen, so ist es nicht deshalb, weil wir zufrieden sind, sondern deshalb, weil wir unzufrieden sind. Aber nicht mit der Leitung sind wir unzufrieden, sondern mit den