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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 110

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 110 (sequence 248)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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110 Vierte Sitzung. Dienstag, den 30. Juli, vormittags. Beginn der Sitzung 10 Uhr 10 Vorsitz: Vizepräs. Motzkin. Generalsekretär Israel Cohen verliest Begrüssungs-Telegramme. Darauf wird die Generaldebatte fortgesetzt. Abraham Goldberg (A.C. — spricht jüdisch): Ich habe das Glück, im Namen der amerikanischen Zionisten zu sprechen. Amerika ist ein Land, das in Europa nicht sehr populär ist, besonders nicht das jüdische Amerika. Mir scheint aber, dass noch einmal eine Ueberschätzung Amerikas kommen wird, eine Ueberschätzung in bezug auf die Rolle, die Amerika im Leben der Juden und des Judentums in der ganzen Welt gespielt hat und spielt, und auch in bezug auf die Rolle, die die amerikanischen Zionisten im Leben des Zionismus gespielt haben. Jeder von uns weiss, was Amerika für die Juden in der ganzen Welt geleistet hat. In Amerika leben Millionen Juden. Ein grosser Teil von ihnen spricht nicht mehr jüdisch. Dieses Judentum hat neue Lebensauffassungen. Und wenn Sie einen Erfolg mit dem Zionismus in Amerika erreichen wollen, müssen Sie dies berücksichtigen. Es gilt bis jetzt allgemein, dass Amerika das Land ist, das Geld liefert. Man braucht sich dessen nicht zu schämen. Wenn Sie zur Budgetfrage kommen werden, werden Sie sehen, dass Geld auch etwas bedeutet. Aber Sie begehen eine Sünde, wenn Sie über Amerika sprechen und es in Ihren Gedanken nur mit Geld verknüpfen. Wenn mich ein zionistischer Freund aus Europa trifft, fragt er nicht: Wie steht es bei Ihnen mit der Jugend, mit der hebräischen Kultur, mit der hebräischen Sprache, mit dem jüdischen Leben? Sie vergessen, dass Amerika mit seinen 4K Millionen Juden jetzt das grösste Golusland ist, grösser als Polen. Wenn man von der Agency spricht, so ist die Hauptfrage nicht, was. sie für das amerikanische Judentum bedeutet oder wie sie sich im amerikanisch-jüdischen Leben auswirken wird, sondern die erste Frage ist: wenn die Agency da sein wird, werden wir das Geld bekommen

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