Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 168)
- Language
- German, English, Hebrew
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30 1. KONGRESS-SITZUNG: Begrüssungen zwischen den beiden Richtungen zu einem dauernden und glücklichen zu gestalten auf der Basis der Betonung des Gemeinsamen und der gegenseitigen Achtung, dann wird dieser Kongress einen wichtigen Markstein in der jüdischen Geschichte bedeuten. Möge das zur Wahrheit werden, was der Dichter die Schweizer auf dem Rüth sprechen lässt und was für jedes Volk gilt: Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern! (Lebhafter Beifall.) Herr Heinrich Reichenbauch begrüsst als Vertreter des Schweizerischen Zionistenverbandes und der Zionistischen Ortsgruppe Zürich den Kongress in einer hebräischen und deutschen Ansprache. Der Redner führt aus, dass er auch im Namen der Landesorganisation des Misrachi und des Schweizer Hauptbureaus des Keren Kajemeth den XVI. Zionistenkongress herzlich willkommen heisst. Er dankt im Namen der Schweizer Zionisten dafür, dass der Kongress diesmal in Zürich tagt, und fährt fort: Wir stehen an einem bedeutsamen Wendepunkt in der Geschichte des Zionismus. Dieser Kongress soll unsere ganze Bewegung auf breitere Basis stellen. Wie hier in der Schweiz verschiedene Rassen mit verschiedenen Sprachen sich friedlich unter einer einzigen Zentrairegierung zusammengefunden haben, so hoffen wir zuversichtlich, dass auch die verschiedenen Rassen und Glaubensbekenntnisse in Erez Israel in naher Zeit sich finden werden, um am Aufbau des uns allen so teuren Landes gemeinsam zu arbeiten. (Beifall.) Möge die diesjährige Tagung wieder einen kräftigen Schritt nach vorwärts bedeuten und dem ganzen jüdischen Volke zum Segen gereichen. Möge die Arbeit des Kongresses Früchte tragen und möge es gelingen, die Sehnsucht unseres Volkes im Geiste unserer grossen Führer zur Erfüllung zu bringen. (Lebhafter Beifall.) Präsident Dr. Weizmann: Vorige Woche wurde Lord Balfour 81 Jahre alt, und zu unserer Freude berichtet die Presse, dass es ihm in seiner Gesundheit besser geht. Ich glaube in Ihrem Sinne zu sprechen, wenn wir von hier aus dem grössten Freunde unter den Völkern, den wir haben, unsere herzlichsten Wünsche zur schnellen Genesung senden. Die Exekutive hat Ihren Wünschen vorgegriffen und Lord Balfour heute telegraphiert. (Stürmischer Beifall.)