Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 486 (sequence 528)
- Language
- German, English, Hebrew
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19. Sitzung: Schlußreden sich mit sämtlichen Fragen der Anleihe belassen wird, und werden dann mit dieser Arbeit beginnen. Jedes Volk hat seine inneren Anleihen. Auch wir sind berechtigt, von unserem Volke eine solche Anleihe zu verlangen. Der erste Schritt in dieser Hinsicht ist schon gemacht worden. Wir haben nach Süd-Afrika ein Telegramm gesandt, in dem wir uns über diesen Beschluß geäußert haben. Als Anjtwort darauf liefen aus Südafrika die ersten 10.000 Pfund ein. Da ich die erste von Süd-Afrika angekommene Summe erwähne, müßte ich Ihnen auch von einem zweiten Telegramm erzählen, das wir eben aus Süd-Afrika erhalten haben. Bei dem Empfang, der seitens unserer Brüder in Süd-Afrika dem Minister der Kolonien Amery auf seiner Reise durch Afrika veranstaltet wurde, hat sich Minister Amery über unser Werk in Palästina sehr günstig geäußert. Er hat auch im Namen seiner Regierung Worte verkündet, die uns die Hoffnung geben, daß die Regierung jetzt geneigt ist, uns in unserer Arbeit mitzuhelfen. Die Arbeit des Keren Hajessod muß fortgesetzt werden. Aber auch die Anleihe muß realisiert werden. Ohne die Hilfe der Palästinaregierung werden wir aber unser Nationalheim nicht schnell errichten können. Sie hatte bisher für unsere Arbeit noch kein volles Verständnis gezeigt. Das hat sich glücklicherweise geändert. Die Palästinaregierung hat begonnen, uns ein größeres Verständnis entgegenzubringen. Wir glauben an unser Werk und an seine Realisierung, da wir es im Namen der Gerechtigkeit und der Wahrheit ausführen. Wir müssen jetzt nicht gegen die kämpfen, die dem Zionismus feindlich gegenüberstehen, sondern gegen die, die sich der Pflicht entziehen wollen. Wir rufen die Juden auf, ihre Pflichten ihren Brüdern und ihrem Lande gegenüber zu erfüllen, und fordern es von den Zionisten besonders. Der Kongreß war nicht so feierlich, wie es sich viele gedacht haben, er hat aber die wahre Lage, in der wir uns befinden, wiedergespiegelt. Die Einschränkungen, die wir uns vorläufig auferlegt haben, sind kein Zeichen der Schwäche, sondern eine Notwendigkeit 486