Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 471 (sequence 513)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476284--6956-3483103- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Schrameck, Feuerring, Sokolow, Pick, Hindes, Lipsky Liste noch ohne Eücksicht auf diesen Beschluß zusammengestellt und müßte für den Fall der Annahme dieses Antrages eine neue Liste einbringen. Dr. Hermann Pick (Mitglied der Exekutive — deutsch): Ich bitte mir eine Aufklärung zu geben, ob die Mitglieder des Aktions-Komitees, die doch Stimmrecht im Kongreß haben, darüber abstimmen können, ob Sie Mitglieder des Aktions- Komitees sein dürfen. Dr. Mathias Hindes (A. C, Polen — jüdisch): Ich bitte Sie, den Antrag auf Verweisung an das Aktions- Komitee abzulehnen. Der Vorschlag bezieht sich ganz deutlich nicht auf ein bereits gewähltes Aktions-Komitee, sondern auf die Zukunft. Beschlüsse, die, wie der vorliegende, mit großer Majorität angenommen wurden, sollten nicht ohne weiteres widerrufen werden. In der leidenschaftlichen Debatte ist der eigentliche Zweck des Antrages undeutlich geworden. Ich möchte daher folgenden Kompromißvorschlag einbringen, der die eigentlichen Wünsche des Kongresses auszudrücken scheint: Beamte von zentralen oder von der Organisation abhängigen Institutionen sind in das A. G. nicht wählbar, doch bezieht sich die Aufhebung der Wählbarkeit nicht auf Beamte von Landesstellen oder unabhängigen Institutionen. Berl Locker (A. C, Poale Zion — jüdisch): Die Frage ist, wie sich deutlich gezeigt hat, noch nicht spruchreif, und ich möchte daher vor übereilten Beschlußfassungen warnen. Dr. Nahum Goldmann (A. C, Eadikal — deutsch): Ich erinnere daran, daß ja zu diesem Antrag ein Minoritätsvotum eingebracht worden ist, und zwar von Dr. Bileski, wonach der Antrag zwar dem Aktions-Komitee überwiesen werden soll, aber mit der gleichzeitigen Direktive, daß die Frage im Sinne der Inkompatibilität erledigt werden soll. Ich nehme dieses Amendement auf, damit das Prinzip der Inkompatibilität vom Kongreß beschlossen wird. Louis Lipsky (Mitglied der Exekutive — englisch): Die Frage gehört nicht vor das Aktions-Komitee, sondern vor das Kongreßgericht, welches beauftragt werden soll, ein Gutachten für das Aktions-Komitee auszuarbeiten. 471