Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 398 (sequence 440)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476284--6883-3483030- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
16. Sitzung: Bericht der Organisations-Komrnission konzentrieren. Er wird eine größere Wirkung1 erzielen als bisher, die Materien giriindlicher erledigen und wird eine Tribüne der Bewegung und in der Lage sein, über das Alltägliche hinaus prinzipielle Fragen zu erörtern. Dr. Benzion Mossinsohn (A.C., Palästina — hebräisch): Wenn dieser Antrag einem andern Kongresse vorgelegt worden wäre, nicht diesem, dann könnten wir uns eher mit ihm befassen. Aber auf diesem Kongresse haben wir die Erkenntnis gewonnen, daß wir den Bestand des Kongresses und der Zionistischen Organisation untergraben, wenn wir diesen Antrag annehmen. Man will alle Eechte des Kongresses auf das Aktions-Komitee übertragen und dann das Aktions-Komitee erwürgen. Man sagt, der Kongreß werde schöner sein, wenn wir Eeden anhören werden, wie sie gestern Herr Blumenfeld gehalten hat. Ich bin anderer Meinung. Wir können und dürfen dem Kongreß das Budgetrecht nicht nehmen. Es ist fast das einzige, was uns geblieben ist. Vielleicht wird sich bei der Abstimmung über das Budget der Kongreß erheben und sagen, was er will. Vorsitzender (nach Durchführung der Abstimmung): Der Antrag Landsberg ist mit 81 gegen 28 Stimmen abgelehnt. Del. Melech Neustadt (Palästina, Achduth Awodah — jüdisch): Ich unterbreite dem Kongresse folgenden Minderheitsantrag: „Die Sitzungen des Aktions-Komitees finden in Erez Israel statt, nur in außerordentlichen Fällen soll das Präsidium des Aküons- Komitees das Recht haben, Sitzungen im Ausland einzuberufen.« Zur Begründung möchte ich nur bemerken, daß ein Großteil der Mitglieder des A. C. in Erez Israel lebt, alle Mitglieder daselbst wichtige Stellen bekleiden und daß dreißig Menschen zweimal im Jahr für einige Wochen von Palästina wegfahren müssen, was für das Land sehr schädlich ist. Auch wird es gut sein, daß die Zionisten des Auslandes zweimal im Jahr die Dinge kennen lernen, für die sie arbeiten. Berichterstatter Dr. Barth (deutsch): Dieser Beschluß, meine Herren, ist bereits gefaßt worden, hat sich aber aus technischen Gründen als undurchführbar erwiesen. Deshalb ist die Kommission über den Antrag zur Tagesordnung übergegangen. Ich beantrage darum auch hier Uebergang zur Tagesordnung. 398