Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 350)
- Language
- German, English, Hebrew
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11. Sitzung: Bericht der Immigrationskommission Elfte Sitzung. Mittwoch, den?♦ September 1927. Beginn der Sitzung: 8 Uhr 45 Minuten abends. Vorsitzender: Vizepräsident Leo Motzkin. Israel Cohen (Sekretär der Exekutive) verliest eine Keine eingelaufener Begrüßungen. Del. Elijahu Dobkin (Tschechoslowakei, Poale Zion — hebräisch): Geehrter Kongreß! Als Berichterstatter der Immigrationskommission habe ich Ihnen eine Eeihe von Kesolutionsanträgen vorzulegen und zu begründen. Die Kommission hat sich nicht damit beschäftigt, allgemeine Kichtlinien für die künftige Immigrationspolitik aufzustellen. Sie hat vielmehr beschlossen, dem Kongreß eine Kesolution vorzulegen, in der von neuem nachdrücklich festgestellt wird, daß ohne eine im großen Maßstab durchgeführte Volks-Alijah der Fortschritt des Aufbauwerkes und die Verwirklichung des Zionismus unmöglich ist. Auch in dieser schweren Zeit muß die zionistische Leitung ihre Anstrengungen fortsetzen, um eine Volks-Alijah zu ermöglichen. Die Frage der Ermöglichung einer organisierten Chaluz-Alijah erhebt sich ganz konkret schon im gegenwärtigen Zeitpunkt. Die Unterbrechung der Chaluz- Alijah würde auch eine Unterbrechung der Hachscharah bedeuten. Sie würde die Krisenstimmung in der zionistischen Bewegung noch verstärken und im besonderen auf die zionistische Jugend und alle Kreise, die der Chaluzbewegung nahestehen, von unheilvollster Wirkung sein. Weiter kann kein Zweifel bestehen, daß die Drosselung der Alijah eine wesentliche Erschwerung der Arbeit der zionistischen Fonds zur Folge haben muß. Auch von den Arbeitern im Lande werden dringend neue Zertifikate gefordert. Das Komitee der Arbeiterinnen verlangt dringend 300 öhaluzoth, die nötig sind, um die Existenz der neugegründeten Arbeiterinnenkwuzoth zu ermöglichen. Im besonderen ist heute für die Arbeitergruppen, die in den Kolonien für die Erschließung neuer Arbeitsmöglichkeiten kämpfen, der Zufluß neuer Arbeitskräfte von Chaluzelementen dringendes Erfordernis, da es sich erwiesen hat, daß eine Ueberführung eines großen Teiles der städtischen Arbeitslosen in die Kolonien nicht durchzuführen ist. Die Immigra- 308