Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 338)
- Language
- German, English, Hebrew
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9. Sitzung: Referat über Reren Hajessod der Größe der Aufgrabe wird die Schaffung eines solchen Agrarinstitutes eine längere Vorbereitungszeit brauchen. Denn dieses Institut wird der Keren Hajessod aus seinen laufenden Mitteln nicht schaffen können. Hier wird es notwendig sein, an die Oeffentlichkeit zu appellieren, wie es einmal bei der Jüdischen Kolonial-Bank geschehen ist. Aber auch hier wird der Keren Hajessod mit seinem Apparat, mit seinen Erfahrungen die notwendige Grund- Lage für die Durchführung der Propaganda und für die erste organisatorische Einrichtung geben können. Die Gründung dieser Institute ist um so wichtiger, als die Finanzpolitik des Keren Hajessod eine außerordentlich vorsichtige sein muß, als der Keren Hajessod mit großer Sorgfalt darauf achten muß, daß seine finanziellen Mittel nicht überanstrengt werden. Der Keren Hajessod hat in den letzten zwei Jahren der Zionistischen Exekutive eine Reihe nicht unbeträchtlicher Vorschüsse gegeben, um eine beschleunigte Durchführung der Arbeit, insbesondere der landwirtschaftlichen Kolonisation, zu ermöglichen. Vorschüsse bedeuten aber eine Vorwegnahme der Einnahmen späterer Jahre. Hier erhebt sich bald eine Grenze. Selbst wenn es möglich is<t, Kredite zu erhalten, ist die Grenze erreicht, wenn ein nicht unerheblicher Teil der späteren Einnahmen bereits durch Vorschüsse vorweggenommen ist; denn der Zeichner will sein Geld für neue Arbeiten geben, nicht nur für Abzahlung von Vorschüssen. Vielfach wird in unseren Kreisen der Gedanke einer Anleihe erörtert. Eine solche Anleihe liegt durchaus im Bereiche des Möglichen. Voraussetzung einer solchen Anleihe ist aber, daß Zinsen und Amortisationen aus Erträgnissen wirtschaftlicher Anlagen gedeckt werden können« Wir müssen daher zunächst die Verträge mit den Siedlern in unseren landwirtschaftlichen Kolonien ordnen. Diese Verträge sind bisher nicht vereinbart und nicht unterschrieben. Der Keren Hajessod hat daher aus allen seinen Investitionen in der landwirtschaftlichen Kolonisation bisher weder Einnahmen, noch gesicherte 296