Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 336)
- Language
- German, English, Hebrew
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9. Sitzung: Referat über Keren Hajessod sondern als Träger jüdischer Forderungen, als Förderer jüdischen Geisteslebens, als Boten eines neuen und starken Palästina, und daß die leitenden Beamten des Keren Hajessod in den einzelnen Ländern es verstanden haben, einen hohen Standard der Arbeit zu schaffen und aufrecht zu erhalten. Das hat dazu geführt, daß heute in einem großen Teil der Länder Menschen von hohem moralischen Niveau, von starker Geistespotenz und von weitreichender Autorität im allgemeinen jüdischen Leben in den Kuratorien und Komites des Keren Hajessod sitzen und sich an der Arbeit des Keren Hajessod beteiligen. Ausblicke. Palästina tritt in ein neues, schweres Jahr. Um so stärker empfindet der Keren Hajessod die Verpflichtung, die Einnahmen zu erhöhen. Wir haben unseren Budgetschätzungen natürlich solche Ziffern zugrundegelegt, von denen wir mit weitgehender Wahrscheinlichkeit, wenn nicht mit ziemlicher Sicherheit, annehmen können, daß sie wirklich erreicht werden. Sie bedeuten aber nicht das Maximum des Möglichen. Sie bedeuten nicht die Erfüllung der jüdischen Steuerpflicht gegenüber Palästina in dem kommenden schweren Jahr. Wir können keine Versprechungen abgeben namens derer, mit denen wir um ihre Versprechungen und Erfüllungen zu kämpfen haben; aber wir sind sicher, daß, wenn auchnur die Zionisten überall in der Welt ihre Pflicht tun, die Einnahmen des Keren Hajessod im nächsten Jahre erheblich steigen können. Manche unserer Freunde sind ein wenig nervös geworden. Der Fortschritt des Keren Hajessod geht ihnen nicht schnell genug. Sie stehen nicht in der täglichen Arbeit, und sie wissen daher nicht, daß auch eine Sammlung genau wie ein wirtschaftliches Unternehmen organisch wachsen muß. Sorgen wir nur dafür, daß die Steuerpflicht sich einlebt, und verankern wir sie fest im Bewußtsein der jüdischen Oeffentlichkeit! Unsere Zusammenarbeit mit den Nichtzionisten ist noch eine zarte Pflanze, die gepflegt werden muß. Haben wir Vertrauen 294