Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 285 (sequence 327)
- Language
- German, English, Hebrew
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Hanthe Jahr steigt die Zahl der Menschen, deren Freunde und Verwandte ihre Zukunft auf Palästina gestellt haben. Der Kreis der direkt an Palästina Interessierten wächst damit. Und die Kenntnis der palästinensisch-jüdischen Verhältnisse wird durch die Presse, wird durch Briefe in die weitesten Kreise unseres Volkes getragen. Immer kleiner wird die Zahl derjenigen, denen Palästina ein Land in weiter Feme ist, von dem man nichts weiß, von dem man sich keine Vorstellung machen kann. Um so stärker muß die Kritik an den Einzelheiten des Aufbaus werden, namentlich da dieser Aufbau doch immer wieder abhängig ist von den prinzipiellen und theoretischen Einstellungen der Menschen, — und es ist schwer, an einen Keren Hajessod Steuer zu leisten, der der finanzielle Träger dieses Aufbaus ist, wenn man soviel Kritik hört und wenn man selbst so viel zu kritisieren hat. Wenn es trotzdem gelingt, so viele Menschen zu überzeugen, daß sie den Aufbau Palästinas in den Mittelpunkt ihres Interesses stellen müssen, daß sie diesen Aufbau mit allen seinen Fehlern und Unzulänglichkeiten bejahen und ihm erhebliche Geldbeträge zuwenden müssen, so bedeutet diese Arbeit, diese Durchsetzung der Steuerpflicht einen wichtigen Teil der nationalen Erziehung, die unsere Generation zu leisten hat. Es ist eine Aufgabe, schwer genug, daß wir sie nicht unnötigerweise mit zu starkem Gepäck belasten sollten. Der Keren Hajessod muß daher der neutrale Fonds bleiben, als der er populär geworden ist. Ihm sollen alle die Juden ihren Beitrag und ihre Steuer zahlen können, die die eine Idee vom Aufbau der nationalen Heimstätte in Palästina eint. Wir wollen den Keren Hajessod auch in Zukunft freihalten von all den differenzierenden Momenten des jüdischen öffentlichen Lebens außerhalb des einen Palästina-Gedankens. Wir geben damit Unzähligen die Möglichkeit, ihre Steuer dem Keren Hajessod zu zahlen, sich in den Dienst der nationalen Heimstätte und ihres Programms zu stellen, wie es in der Balfour-Deklaration seinen klassischen Ausdruck gefunden hat. Wir geben dabei gleichzeitig dem 285