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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 77

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 77 (sequence 119)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow viel späteren Periode das Glück, einen anderen großen Geist bei uns sehen und begrüßen zu dürfen: Bernard Lazare, einen Juden, auserwählt im jüdischen und im nationalen Sinne. Paris ist eine Stätte auserwählter Geister. Und wir fragten uns: wo bleibt das maßgebende französische Judentum, wo sind all die großen Geister, die dort leben, und wo die Massen? Diese Frage ist wichtig für die ganze Entwicklung des Zionismus. Auf Paris sieht nicht nur das französische Judentum, sondern auch ein großer Teil des orientalischen Judentums. Paris ist führend in der Welt. Wenn wir jetzt nach Paris kommen, finden wir dort zionistisches Denken und Leben. Es besteht eine jüdische Jugendorganisation. Wir sind nicht engherzig und begrüßen jede jüdische Bewegung, die eine Rückkehr zum Judentum bedeutet, jedes nationale Sichbewußtwerden, jede Abkehr von der Selbstverleugnung. Die jüdische Jugend von Frankreich steht uns nahe und rückt uns immer näher. Materiell ist zwar das französische Judentum noch nicht so opferwillig, wie wir es mit Recht erwarten, aber es geht auch in dieser Beziehung vorwärts. Genau das Gleiche kann man von allen anderen Ländern behaupten. Auf meinen vielen Reisen, die ich als Repräsentant des Zionismus unternehme, sehe ich, was der Zionismus überall für das Judentum bedeutet. Ich habe es beispielsweise in Südafrika gesehen, wo ein kleines Häuflein von Juden lebt. Zionismus ist für sie eine Notwendigkeit ihres geistigen und sittlichen Lebens. Der Glaube an Erez Israel ist die große Kraft, die das Judentum erhält, selbst in einem so entlegenen Teile der Welt, ohne Zusammenhang mit den großen jüdischen Zentren. Man mußte nur sehen, wie aus den fernsten Winkeln die Massen zusammenströmten. Es wäre leicht zu erzählen, daß man mit dem einen oder anderen Staatsoberhaupt oder mit dem einen oder anderen Minister gesprochen oder verhandelt hat, aber wir sind aus dieser Periode schon herausgewachsen. Der Zionismus ist ein politischer Faktor geworden, wir sind nicht abgetrennt von der Welt, nicht isoliert. Wir können 77

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