Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 111)
- Language
- German, English, Hebrew
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Weizmann die einen Teil der Arbeitslosen absorbieren können. Sie kennen alle diejenigen Arbeiten, von welchen ich spreche, zum Teil: die Realisierung des Ruthenbergprojektes und den Bau des Haifaer Hafens. Wir werden darauf bestehen und werden die Regierung drängen, mehr und mehr Arbeiter, jüdische Arbeiter, durch die öffentlichen Arbeiten der Regierung zu beschäftigen. Aber immerhin, wenn dies alles geschieht oder wenn sogar ein größerer Zufluß von Privatkapital stattfindet, verbleibt noch ein ungeheurer Ueberschuß von Arbeitslosen. Das kann aber kein Kongreß, keine Zionistische Organisation auf die Dauer ertragen. Es wird also zur Aufgabe gestellt, daß der Kongress dringend Mittel und Wege finden muß, diese Frage aus der Welt zu schaffen. Es wird nicht leicht sein, dies zu tun, und ich setze voraus, daß mindestens zwei Jahre verstreichen werden, vielleicht geht es auch schneller. Jedenfalls darf man sich keinen Illusionen hingeben. Ich werde versuchen, mit jeder Delegation, welche hier ist, beginnend mit jener, die die größte Pflicht trägt und tragen soll, weil sie es kann, Mittel und Wege zu suchen, um noch auf diesem Kongreß, bevor wir uns zerstreuen, wenigstens ein Minimum der Exekutive auf den Weg zu geben, um;sie in die Möglichkeit zu versetzen, die Arbeit einzuleiten, die die Lage in Palästina zu erleichtern imstande ist. Meine Damen und Herren! Es war eine Zeit, und noch heute klingt es in jeder zionistischen Rede — jeder Redner des Keren Hajessod spricht in Hymnen von den C h a 1 u z i m. Man hat diese Sache fast banalisiert. Sehr oft schlägt das in das Gegenteil um. Man sucht jetzt vielleicht einen Sündenbock für die Schwierigkeiten, unter denen wir heute in Palästina leben und arbeiten. Wir werden genügend darüber hören auf diesem Kongreß, und ich will deshalb nicht diesbezüglich vorgreifen. Aber das eine soll hier festgestellt werden: wenn nicht die Disziplin, die Selbstaufopferung sowie die unmenschliche Geduld wäre von diesen Tausenden und Tausenden von A r - 69