Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 108)
- Language
- German, English, Hebrew
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2. Sitzung: Politischer Bericht Tätigkeit der landwirtschaftlichen Kolonisation ist von der Krisis verhältnismäßig wenig tangiert worden. Was mit der Landwirtschaft zu tun hat, gibt Aussicht auf Befriedigung. Die Dinge, die eine verhältnismäßig kurze Geschichte hinter sich haben, sind trotz gewisser vorhandener Mängel auf dem Wege einer normalen und gesunden Entwicklung. Es ist diese normale und gesunde Entwicklung weiter zu sichern. Wir müssen das Postulat aufstellen, daß das Wenige, was wir heute haben, dazu verwendet wird, das Bestehende weiter auszubauen und auf den Weg der vollständigen normalen Entwicklung zu bringen. Wir dürfen uns nicht auf die Gründung von Neuem stürzen, das wir heute mit unseren Mitteln kaum bestreiten können. Davon müssen wir in der nächsten Periode laibsehen. Die Hauptaufmerksamkeit ist auf die bestehenden Punkte zu lenken, ohne in der allernächsten Zeit irgendwelche neuen Dinge z u mache n. Es ist dies nicht eine Frage des Programmes, eine Frage der Ansichten oder des Wunsches, sondern eine Frage der Notwendigkeit, die uns diktiert wird von starren und kalten Ziffern, über die wir weiter keine Kontrolle haben. Es würde isogar wesentlich sein, daß wir in einer Zukunft, da wir weitere Vorstöße machen können, nicht neue Siedlungen anlegen ohne einen Beschluß des Kongresses oder zumindest des Aktionskomitees. Der Kongreß muß sich Rechenschaft ablegen, welch große Arbeit das Arbeits-Departement mit verhältnismäßig kleinen Mitteln und unter unmenschlichen Schwierigkeiten vollbracht hat: ich meine die teilweise Absorption der städtischen Bevölkerung durch die landwirtschaftliche Kolonisation. Es ist nicht nur ein Stück Arbeit, das eine Abhilfe bedeutet, sondern es wurde vorgebaut, um eine Möglichkeit einer weiteren kolonisatorischen Tätigkeit auf einem Gebiete zu schaffen, das für uns das bedeutsamste ist, die Hinleitung des städtischen Proletariats auf das Gebiet der Landwirtschaft. Ich halte es für meine Pflicht, diese aufopferungsvolle Arbeit hier 66