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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 39

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 39 (sequence 81)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6524-3482671
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Weizmann, Sokolow Präsident Dr. Weizmann (nach Abstimmung): Die Vorschläge sind (Sämtlich angenommen. Ich bitte das neugewählte Präsidium, die Plätze einzunehmen. Präsident Sokolow (den Vorsitz übernehmend — hebräisch): Geehrter Kongreß! Ich danke Ihnen für die Wahl und das Vertrauen, das sich darin ausgedrückt hat. Als erstem Eedner habe ich mir selbst das Wort zu erteilen. Gedenkfeier für Achad Haam. Mit einem aus Trauer und Stolz gemischten Gefühle will ich hier von dem furchtbaren Verluste sprechen, den wir durch den Heimgang unseres Lehrers AchadHaam erlitten haben (der Kongreß erhebt sich von den Sitzen). Es gibt zwei Arten von Verwaisten, solche, die wissen, daß ihnen der Vater gestorben ist, und solche, die es nicht einmal wissen. Insbesondere beklage ich die Letzteren. Unsere Trauer ist eine nationale Trauer, und wir geben ihr Ausdruck am gegenwärtigen Zionisten-Kongreß. Ist ja dieser Kongreß ein Glied in der Kette der Gedanken Achad Haams. Er war unter denen, die am ersten Kongreß teilgenommen haben, und er hat während seiner ganzen glänzenden literarischen Laufbahn sich für Alles, was auf den Kongressen geschah, lebhaft interessiert. Er hat uns zurechtgewiesen wie ein Vater, und seine Zurechtweisung war bedeutsamer als das Lob der Anderen. Achad Haam war eine reine Seele, kein Stäubchen, kein Makel haftete ihr an, keine Kleinlichkeit, nichts Vulgäres; H e i 1 i g k e i t des Geistigen war ihm zu eigen. Als Schriftsteller gehörte er zu denen, die die Sprache zu ihrer alten Herrlichkeit zurückgeführt haben, die Fülle seiner Ideen und Sprachformen schöpfte er aus den ersten Quellen. Die wesentlichste Eigenschaft dieser Seele war Reinheit. Seine Persönlichkeit war in ihrer Art einzig und vollendet, im Leben sowohl wie im Denken, in der äußeren wie in der inneren Welt. Er hat die Wiedergeburt seines Volkes zutiefst in seinem Innern erlebt. Er war ein Führer zur Tat; er hat uns gelehrt, uns selbst zu achten. Doch nicht das allein ist 39

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