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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 18

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 18 (sequence 60)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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1. Sitzung: Eröffnung setzte auch eine praktische Arbeit in Erez Israel ein. In einem harten Seelenkampf hatte sich Herzl zu der Ueberzeugung durchgerungen, daß man, ohne auf die Gunst der politischen Verhältnisse zu warten, eine intensive Kolonisationsarbeit unverzüglich fördern müsse. Diese Probleme beschäftigten seinen Geist noch, als der Todesengel mit umgestürzter Fackel an sein Bett trat. Der frühzeitige Tod Herzls war die größte Katastrophe, von der die Zionistische Organisation je betroffen worden ist. Herzl hat uns nicht mehr führen können, aber an seine Stelle ist die Erinnerung getreten, die sich mehr und mehr verklärt hat, in der wir Trost und Ruhe gefunden, die wir lieb gewonnen haben und die uns ein Ersatz für den Verstorbenen geworden ist. Das heilige Vermächtnis Herzls wurde von seinem treuesten Freund, und Mitarbeiter, dem unvergeßlichen und verdienstvollen Zionistenführer David Wolffsohn übernommen und mit hingebungsvollem Eifer und Selbstaufopferung bewahrt. Der Name Wolffsohn ist mit der ersten und zweiten Periode des Zionismus und der zionistischen Kongresse aufs engste verbunden. Er war ein begeisterter Vorkämpfer des palästinensischen Ideales, einer der Paladine der ersten Kongresse, ein Mitstreiter und Mitarbeiter für die Gründung unserer Institutionen, die nachher unter seine Leitung gekommen sind, ein willensstarker und kraftvoller Führer und Förderer auf dem Gebiete der Organisation. Auch sein Heimgang bedeutete eine schmerzliche Lücke in unseren Reihen. Die Kölner und die darauf folgende Berliner Periode glänzten nicht durch überraschende Erfolge; aber es waren Zeiten schwerer und segensreicher, stiller Arbeit. Die Organisation wurde gefestigt, ihre Institutionen ausgebaut, die innere Geschlossenheit und das programmäßige Zusammenwirken der Kräfte gesichert, manche Lebenskeime nationalkultureller Entwicklung in Erez Israel geschaffen und der Zukunft tüchtig vorgearbeitet. Die dritte Periode, in der wir uns nunmehr befinden, die Periode der Anerkennung und 18

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