Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 609 (sequence 620)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476282--6319-3482465- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rosenblüth, Landau, Friedland die Pflicht hat, zusammen mit der Zionistischen Exekutive die Vertretung des palästinensischen Jischuw zu bestimmen. Unserer Meinung nach ist der palästinensische Jischuw ein wichtiger Faktor und hat sich an der Sache zu beteiligen. In Palästina kommen für uns in Betracht nicht die zionistischen Organisationen, sondern der ganze Jischuw als solcher. Diejenigen Gruppen aber, die sich zurzeit nicht beteiligen, bezw. sich am Waad Leumi nicht beteiligen wollen, haben nicht das Recht, hier Resolutionen vorzuschlagen, die ihnen trotz der Nichtbeteiligung am Waad Leumi die Teilnahme an dieser Arbeit sichern* Der Misrachi hat wie alle anderen Gruppierungen das volle Recht, sich an dieser Arbeit zu beteiligen, aber zu diesem Zweck muß er den Weg der anderen Gruppierungen einschlagen. Alle müssen sich am Waad Leumi beteiligen, um so eine einheitliche Vertretung des Jischuw zu schaffen. Ich ersuche also den Kongreß, dieses Amendement abzulehnen und ich hoffe, daß eine große Mehrheit des Kongresses meiner Aufforderung Folge leisten wird. Vorsitzender Vizepräsident Dr. Hantke: Meine Herren, wir kommen dann zur Abstimmung über das Amendement. Der Berichterstatter wird das nochmals vortragen. Herr Landau! Delegierter Landau: Ich beantrage, daß an Stelle der Worte „in welchem der Jischuw nach Vereinbarung der Zionistischen Exekutive mit dem Waad Leumi vertreten sein soll" einfach gesetzt wird: in welchem die Zionistische Organisation in Erez Israel vertreten sein soll. Vorsitzender Vizepräsident Dr. Hantke (nach Abstimmung): Das Amendement ist abgelehnt. Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag (sielie oben Seite 608 Antrag 8. Nach Abstimmung): Der Antrag ist angenommen. Also nächster Punkt bitte! Berichterstatter Dr. Rosenblüth: Geehrter Kongreß! War kommen jetzt zur Angelegenheit der Hachscharah, zu der auch die Immigrationskommission, nachdem sich eine Subkommission in mehreren Sitzungen ganz besonders eingehend mit den Fragen beschäftigt hatte, eine Reihe von größeren Beschlüssen faßte, die wir Ihnen hier vorlegen. Zum ersten Beschluß, zu dem wir kommen, ist ein Minoritätsvotum angemeldet worden. Ich möchte Ihnen den Beschluß erst einmal vorlegen, werde Ihnen dann das Minoritätsvotum zur Kenntnis bringen und Ihnen dann Ausführungen darüber bringen, wenn Ihnen etwas nicht klar sein sollte. Das Majoritätsvotum lautet wie folgt: 9. a) (M a j o r i t ä t s a n t r a g.) In Anbetracht dessen, daß seit dem letzen Kongreß in verschiedenen Ländern Chaluzorgani* sationen gegründet wurden, die nicht der allgemeinen Chaluzorganisation angehören, beschließt der 14. Kongreß, unbeschadet des Rechtes des Weltverbandes des Hechaluz zur Verteilung der 39 609