Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 558 (sequence 569)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Bericht der Organisationskommission treten. Der Kongreß soll nur den allgemeinen Beschluß fassen, daß die Keren Hajessod-Zahler auch in der Agency vertreten sein sollen. Ferner möchte ich Ihnen folgendes mitteilen: Auf dem vorigen Kongreß wurde der Beschluß gefaßt, daß das passive Wahlrecht zum Kongreß abhängig ist von der Leistung für den Keren Hajessod. Man hat uns aber mitgeteilt, daß es fast unmöglich war, auf diesem Kongreß zu bestimmen, ob die Delegierten ihrer Keren Hajessod-Pflicht Genüge getan haben oder nicht, und der Vorsitzende des Kongreßgerichtes hat unsere Kommission aufgefordert, einen Beschluß darüber zu fassen. Wir haben die Sache besprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, daß wir dem Kongresse keine Resolution zur Annahme vorlegen, sondern nur dem einmütigen Wunsche der Kommission Ausdruck geben wollen, daß die Exekutive der Zionistischen Organisation künftighin dafür Sorge trägt, daß von den gewählten Delegierten die Erfüllung der Keren Hajessod-Leistung nachgewiesen wird, das heißt, es soll die Pflicht der Zionistischen Organisation sein, zu bestätigen, ob jeder Delegierte auch seine Pflicht gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt hat. Jetzt komme ich, meine Damen und Herren, zum Antrag C, welcher sich auf den Keren Kajemeth bezieht. Wie Sie wissen, hat der Keren Kajemeth seit Jahren verschiedene Methoden der Arbeit und Propaganda benützt. Zum Beispiel sammelt er in verschiedenen Aktionen an solchen Tagen wie Tischri, Chanukah, Purim und Kaf Tamus. Nun hat sich erwiesen, erstens, daß in den finanziellen Aktionen der zionistischen Bewegung eine gewisse Verwirrung Platz gegriffen hat. Diese Verwirrung hoffen wir erstens durch die Uebereinkunft (A) zwischen Keren Hajessod und Keren Kajemeth zu beseitigen, aber es hat sich auch herausgestellt, daß verschiedene Teile der Organisation angefangen haben, die Methode des Keren Kajemeth nachzuahmen. Wir sind der einstimmigen Ansicht, daß es nicht zulässig ist, daß die Arbeitsmethoden des Keren Kajemeth von anderen Teilen der Zionistischen Organisation nachgeahmt werden. Unser Antrag (C) lautet: Die seit Jahren eingeführten vier traditionellen Aktionen des Keren Kajemeth Lejisrael, Tischri-, Channkah-, Purim- und 20. Tamns-Aktion, sowie die Sammelbüchse bleiben dem Keren Kajemeth Lejisrael als Sammelmittel vorbehalten und dürfen für die Propaganda anderer zionistischer Zwecke nicht benützt und nachgeahmt werden. Der letzte Punkt (D) der Anträge über Keren Hajessod und Keren Kajemeth hat zum Zwecke, die Propagandaarbeit für die verschiedenen zionistischen Fonds so zu gestalten, daß sie einander nicht durchkreuzen. Ich persönlich habe wiederholt wahrgenommen, daß es möglich ist, mit ganz ehrlicher Absicht die Finanzaktionen des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth so einzurichten, daß sie den Anschein erweckten, einander feindlich zu sein. Es gab manch- 558