Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 553 (sequence 564)
- Language
- German, English, Hebrew
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ELFTER VERHANDLUNGSTAG. 17. Sitzung. Sonntag, den 30. August 1925. Beginn der Sitzung: 1 Uhr mittags. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Die Sitzung des Kongresses wird bis drei Uhr vertagt. (Nach Wiederaufnahme der Sitzung um 3 Uhr 20 Minuten nachmittags:) Die Sitzung des Kongresses ist eröffnet. Wir haben noch folgende Gegenstände zu behandeln: Organisation, Imimigration, Kolonisation, Budget, politische Resolutionen, Wahlen. Für all diese Gegenstände werden wir nur ganz beschränkte Zeit haben. Zum Bericht der Organisationskommission hat das Wort Professor Brodetsky.' Vorsitzender der Organisationskoinmission, Delegierter Professor Dr. Selig Brodetsky: Geehrter Kongreß! Ich habe immer das Glück, am Anfang einer Sitzung zu sprechen, wo der Saal noch leer ist,, aber da der Gegenstand, über den ich hier zu berichten habe, von einiger Wichtigkeit ist, hoffe ich, daß die Delegierten bald hereinkommen. Ich habe die Ehre, im Auftrag der Organisations-Kommission einen Bericht über die Arbeiten dieser Kommission zu erstatten. Vielleicht werden Sie sich noch daran erinnern, daß am 13. Kongreß über die Gegenstände: Organisation, Keren Hajessocl, Keren Kajemeth drei besondere Kommissionen gearbeitet haben. Auf diesem Kongreß hat jedoch der Permanenzausschuß und auf dessen Antrag auch der Kongreß in seiner Weisheit verfügt, daß die drei Gegenstände einer Kommission übergeben werden sollen, und zwar der Organisationskommission. Und als ob das nicht genug wäre für eine Kommission, übertrug man uns noch die Pflicht, über die Frage des Budgets der Londoner Exekutive zu beraten. Deshalb war unsere Arbeit sehr schwer. Und deshalb ließ sich eine gewisse Unzufriedenheit unter den Mitgliedern der Kommission nicht vermeiden, die verschiedene Gegenstände auf die Tagesordnung bringen wollten, die wir leider wegen Mangel an Zeit nicht besprechen konnten. Aber ich muß von dieser Stelle eines erwähnen. Die Arbeiten der Kommissionen, nicht nur unserer Kommission, sondern aller Kommissionen dieses Kongresses wurden sehr erschwert dadurch, daß erstens keine bestimmte Zeit für die Arbeiten der Kommissionen zugewiesen wurde und wir manchmal gezwungen waren, unsere Sitzungen zu schließen, ohne über die Vorschläge abstimmen zu können, zweitens wurden wir 553