Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 484 (sequence 495)
- Language
- German, English, Hebrew
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15. Sitzung: Bericht der Bankenkommission Berichterstatter Lichtheim: Zur Frage der Hypothekenbank haben wir ein Referat von Herrn Dr. Ruppin und Herrn Dr. Thon gehabt, auch Herr Dr. Halpern hat es als besonders wünschenswert bezeichnet, daß etwas geschieht, um den Absatz der Obligationen der Hypothekenbank zu fördern. Die Sache ist von so allgemeiner Bedeutung, aber auch so allgemein bekannt, daß es keiner besonderen Begründung von der Tribüne bedarf. Ich empfehle Ihnen den Antrag Nr. 6 (s. oben S. 476) zur Annahme. Sekretär Ariav gibt die hebräische Ueberseteung. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin (nach Vornahme der Abstimmung) : Antrag Nr. 6 ist angenommen. Berichterstatter Lichtheim: Nun kommt nur noch zum Schluß die Resolution wegen der Anleihe. Ich beziehe mich auf das, was ich heute vormittags schon gesagt habe. Wir haben mit voller Absicht eine allgemein gehaltene Resolution angenommen, die unsere grundsätzliche Zustimmung zu dem Gedanken der Anleihe ausdrückt, wobei wir es aber sorgfältig vermeiden wollen, schon jetzt bezüglich des Namens dieser Anleihe, der Höhe der Summe, der Art der Aufbringung und dergleichen irgendwelche bestimmten Vorschläge zu machen, da, wie ich schon andeutete, dies unter Umständen mehr Schaden als Nutzen bringen könnte. Ich empfehle Ihnen unsere Anträge Nr. 7 und 8 (s. oben S. 476), den letzteren jedoch unter Weglassung der Namen der Kommissionsmitglieder. Gemäß dem heute vormittags gefaßten Beschluß beantrage ich nämlich, daß wir über die Namen hier nicht abstimmen, sondern die Liste dem Permanenzausschuß übermitteln. Delegierter Lichtheim gibt die englische, Schriftführer Dr. Mo6sinsohn die hebräische Uebersetzung. (Zwischenruf des Delegierten F r i e i 1 a n d.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Friedland möchte von Ihnen erfahren, was in dem Berichte Dr. Ringels stefct, den wir ja nicht kennen, Sie schlagen uns vor anzunehmen, daß wir insbesondere den Bericht der Subkommission empfehlen, den wir nie gesehen haben. Wenn Sie sagen, daß S i e empfehlen,, dann ist es in Ordnung, aiber wenn Sie von uns einen solchen Beschluß verlangen, dann bitte uns zu sagen, was in dem Berichte steht. Berichterstatter Lichtheini: Geehrter Kongreß! Dde Bemerkung von Herrn Friedland ist scheinbar ganz richtig. Es liegt aber nach meiner Ansicht kein Bedenken vor, daß, wenn der Kongreß eine Kommission -zum Studium einer Frage einsetzt und wenn diese Koixnmi&s&on wiederum eine Subkommission unter einem Vorsitzenden ernennt, daß dam-n der Kongreß beschließt, Berichte der Subkommission als Material zum Studium an die Exekutive zu überweisen. Darin liegt ja keinerlei Erklärung de.s Kongresses, daß er mit dean Inhalt des Berichtes ein/verstanden ist. Es steht ja nicht da, daß Sie sich damit identifizieren. Es heißt ja nur, daß die Exekutive diesen Bericht prüfen soll. (Delegierter Friedlamd: „Besomders &u berücksichtigen!) Ja, natürlich, „besonders zu berücksichtigen" die Ausführungen, die in der Kommission 484