Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 472

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 472 (sequence 483)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476282--6182-3482328
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

NEUNTER VERHANDLUNGSTAG. 14« Sitzung. Donnerstag» den 27. August 1925. Beginn der Sitzung: 11 Uhr 25 Minuten. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Werter Kongreß! Wir eröffnen hiemit die Sitzung des Kongresses. Unsere Verhandlungen können wir leider jetzt nicht, wie beabsichtigt, fortführen. Die Frage der Jewish Agency, die jetzt auf der Tagesordnung sein sollte, befindet sich wiederum in einem Stadium, da« einen kleinen Aufschub erforderlich macht». Wir werden daher gezwungen sein, wiederum eine Pause eintreten zu lassen. Vor der Pause möchte ich Ihnen folgendes mitteilen: Wir haben die feste Absicht, und soweit es in den Händen des Präsidiums liegen wird, den bestimmten Entschluß, den Kongreß am Freitag zu schließen. Wir sind aber nicht sicher, daß diejenigen Arbeiten der Kommissionen rechtzeitig beendet werden, welche das Präsidium in diese Möglichkeit setzen. Infolgedessen müssen wir uns alle darauf einigen^ daß wir eventuell, nur eventuell, sage ich, auch am Sonntag hier bleiben können. Besonders im Interesse des Kongresses will ich gleich hinzufügen: Wir werden alles tun, damit das nicht der Fall sein muß. Zumi Beispiel werden wir heute nachts eine längere Sitzung haben. Aber sollte es uns doch nicht gelingen, so müssen die Kongreßdelegierten wenigstens technisch in der Lage sein, hier zu bleiben. Daher ist es erwünscht, daß die Herren, deren Pässe oder Visa eine Verlängerung benötigen, sich im Kongreßbureau danach erkundigen sollen; insbesondere gilt das für die polnischen Delegierten, um deretwillen bereits das Kongreßbureau bei den Ministerien die entsprechenden Schritte unternommen hat. Delegierter Jesaias Thron: Nach meinen Informationen verläßt heute abend ein Teil der Delegierten bereits den Kongreß, und ein anderer Teil wird morgen folgen. Ein großer Teil der Delegierten ist nicht imstande — ich habe genug genaue Informationen darüber — bis Sonntag bezw. Montag hier zu bleiben.. Ich möchte bitten, den Penmanenizausschiuß darauf aufmerksam zu machon. Es könnten sonst vielleicht Ereignisse eintreten, die nicht sehr erwünscht wären«. (Lebhafte Zwischenrufe.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Was diejenigen anbetrifft, die heute verreisen, so können sie nicht berücksichtigt werden, weil von vornherein angekündigt war, daß der Kongreß noch morgen tagen wird. (Zurufe.) Den Kongreß zu verlängern, ist natürlich aus mehrfachen Gründen unerwünscht. Darum habe ich Ihnen von vornherein gesagt, daß das Präsidium bemüht ist, morgen zu schließen- Das Präsidium will — ich spreche da im Namen aller meiner Kollegen —, daß wir morgen wirklich fertig werden und Sie müssen uns darin helfen. Das bedeutet, daß Sie eine intensive Arbeit leisten müssen. (Zuruf.) Der Kongreß muß sich im letzten Moment entscheiden; er kann tun, was er will, auch verlängern. Ich hoffe, daß es nicht daaukoimmt, aber wenn es da:zu kommen sollte, sollen wir nicht durch technische Umstände gehindert sein, daß man etwa sagen muß, wir haben keine Visa; 'das wäre doch bedauerlich. Ich beraume eine Pause von 15 Minuten an. (Die Sitzung wird um 11 Uhr 30 Minuten vormittags unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung um 12 Uhr vormittag:) 472

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.