Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 441)
- Language
- German, English, Hebrew
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IL Sitzung: Palästinadebatte und mit mehr Erfolg unsere Sache politisch vertreten. Alles andere ist Beiwerk und trifft nicht den Kern, auch das muß und soll gemacht werden, und es wird auch gemacht. Ich will auch nicht den Fehler machen, den die andern gemacht haben mit der Erörterung der technischen, agrikulturellen Fragen, ich denke, der Kongreß wird es mir nicht übel nehmen, wenn ich ihn auch mit den Einzelheiten der politischen Frage verschone, diese Frage wird in den Kommissionen behandelt werden. Ich denke, daß ich nicht fehl gehe, wenn ich aus der Masse der Reden und der Gegenreden hervorheben möchte, daß der allgemeine Ton der Diskussion war, daß wir mit großer Achtung der Mandatsregierung gegenüberstehen und daß wir hoffen, daß die Mandatsregierung bestrebt sein wird, die Balfour-Deklaration, die die Grundlage unserer Politik ist, in allen Einzelheiten in dem Sinne zu interpretieren und durchzuführen, wie es das Wohl Palästinas und das Wohl des jüdischen Volkes erheischt. Ich will mich darauf beschränken, ich denke, das ist der allgemeine Ton. Und die Form, in der dies oder jenes gesagt worden ist, ist nicht maßgebend. Ich glaube auch herausgehört zu haben, daß sich der Kongreß dessen bewußt ist, daß wir uns auf einem internationalen Terrain befinden, das heißt, daß unsere Sache zu einem ganz großen Teil vom Völkerbund abhängt, und daß wir zur Kenntnis nehmen, daß der Völkerbund seine Genugtuung und die Erfüllung seiner Ideale in dem großen Werk finden wird, das wir in Palästina vollbringen. Ich glaube auch herausgehört zu haben, was schon so oft wiederholt worden ist, daß wir uns, genau wie früher, der Hoffnung nicht verschließen, daß die Zeit nahe ist, wo wir mit den anderen Völkerschaften des Orients, besonders mit der nichtjüdischen Bevölkerung Palästinas, beraten und zusammenarbeiten werden, und daß wir froh sind, daß sich in manchen Zweigen der Tätigkeit in Palästina schon manche Berührungspunkte herausgebildet haben, wo wir brüderlich und sympathisch einmal arbeiten zu können hoffen. Ich glaube, 430