Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 305)
- Language
- German, English, Hebrew
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8. Sitzung: Referat über Keren Kajemeth zu lassen, bis sie sich in der Arbeit verwurzelt haben, nicht aber, sie sensationell für Parteizwecke zu mißbrauchen. Ich möchte betonen: Die Chassidim von Jablonna, auch von Bne Brak und hauptsächlich von Nachlath Jaakow werden weder in der Stadt noch in der Kolonie Erfolg haben, wenn nicht in der Nachbarschaft der Chassidim von Jablonna ein fest gegründetes Nahalal bestünde. Ich meine damit natürlich nicht ein Jablonna, sondern hunderte von Jablonna und ich spreche selbstverständlich auch nicht nur von Nahalal, sondern von hunderten anderer Arbeitersiedlungen. Das neue Element, über das in unserer Debatte in den letzten drei Tagen so viel gesprochen wurde, wird zu keinem Erfolg in unserer Arbeit führen, wenn nicht der wichtigste Faktor in Stadt und Dorf, wenn nicht die Position des jüdischen Arbeiters, in einem der vierten Alij ah mit ihren zehntausend Einanderem entsprechenden Maßstab gestärkt und gesichert werden wird. (Lebhafter Beifall.) \ Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Das Wort hat Herr Ussisehkin. Mitglied des Actions-Comites, Vorsitzender des Direktoriums des Keren Kajemeth Lejisrael M. M. Ussisehkin (mit stürmischem Beifall begrüßt — hebräisch): Geehrter Kongreß! Man hat in den letzten Tagen in verschiedenen Referaten und Berichterstattungen über verschiedene Arbeitszweige in unserem Lande gesprochen. Man hat politische, wirtschaftliche Fragen und auch soziale Fragen behandelt. All diese Arbeiten sind natürlich sehr wichtig, aber sie werden alle in der Luft hängen bleiben, wenn ihnen die Hauptgrundlage fehlen wird, wenn wir nicht als Basis für all diese Arbeiten im Besitze großer Strecken Landes sein werden. Im Laufe unserer Arbeiten im Lande, angefangen von der Chowewe-Zion-Epoche über die Zeit des Herzischen Zionismus bis in unsere Epoche hinein, ist diese Grundbasis, diese Basis des Bodens, immer vernachlässigt worden. Es hat eine Zeit gegeben, und das ist nicht lange her, daß hier Leute, die sehr wichtige Aemter in unserer Organisation innehaben, behaup- 294