Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 63)
- Language
- German, English, Hebrew
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2. Sitzung: Politischer Bericht auch eine Antwort auf diese Klage an. Aber ohne sich einer Uebertreibung schuldig zu machen, kann man die allgemeine Behauptung aufstellen, daß das Prestige der zionistischen Bewegung und unsere Situation in der Welt sich in den letzten zwei Jahren wesentlich gehoben hat. (Lebhafter Beifall.) Viele in der großen politischen Welt, die unsere Arbeit in Palästina noch vor drei Jahren als einen romantischen Traum behandelt haben, rechnen damit als mit einer konkreten Tatsache. Ich habe der vorletzten Sitzung des Aktionskomitees in London einen sehr ausführlichen Bericht darüber zu geben versucht. Als kleinen Beweis möchte ich anführen, daß vor einigen Tagen ein Bericht über die Entwicklung des britichen Handels in der Welt erschienen ist, zusammengestellt von einem von der Regierung eingesetzten Komitee. In diesem Bericht wird über die Entwicklung Palästinas sowie über die Situation des jüdischen Kapitals daselbst in sehr günstiger Weise geschrieben. Das ist eine der vielen Illustrationen aus der letzten Zeit. Zu dieser Beurteilung hat vielleicht nicht nur die Arbeit in Palästina,, die Ankäufe großer Landstrecken und die steigende Immigration beigetragen. Ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Eröffnung der Hebräischen Universität in Jerusalem* Man kann keinen politischen Bericht über Palästina bringen, ohne über die eine wichtige Tatsache zu sprechen,, die sich eben jetzt im Leben Palästinas ereignet hat. Dieser Tage tritt der Regierungswechsel in Palästina in Kraft. Mit dem Rücktritt Sir Herbert Samuels von der Regierung Palästinas ist eine Epoche geschlossen, die mit dem Ende des Krieges begonnen hat. Es ist noch nicht an der Zeit, eine volle Würdigung der Tätigkeit Samuels zu geben, aber ich bin überzeugt, daß der zukünftige Geschichtsschreiber sagen wird: Es ist ein Mann nach Palästina gekommen, beseelt von den besten Wünschen, das Beste zu tun für den Aufbau des nationalen Heims, das Beste zu tun nach seiner Art, und er hat die Möglichkeit gegeben, die ersten Grundsteine dieses nationalen Heimes zu legen. Und diese ersten Grundsteine 52