Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 28)
- Language
- German, English, Hebrew
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Weizmann nationen der Welt an dem schönsten Werk der Schöpferkraft eines Volkes, seiner geistigen Hochstätte — für einige Tage waren wir die beglückten Vorläufer einer Generation, die nach uns kommen wird. Sie wird als sicheres Bewußtsein, als natürliche Kraft in sich tragen, was für uns noch immer Ziel idealen Erstrebens ist, wenn es auch schon unter unseren Augen und unter unserer Arbeit Gestalt annimmt. Geehrter Kongreß, Freunde und Weggenossen! Wir werden uns Rechenschaft zu geben haben darüber, was wir in den zwei Jahren seit unserem letzten Kongreß erstrebt, geschaffen und erfahren haben. Und noch mehr werden wir uns zu sagen und einander zu beraten haben über das, was vor uns liegt. In der Uebereinstimmung oder im freimütigen Widerstreit der Meinungen wird wahrscheinlich mehr als von Errungenschaften und Erfolgen die Rede sein von Verantwortung, Mühen, Sorgen und auch von Fehlschlägen da und dort. Denn es ist ein Unternehmen von vielverschlungenen Schwierigkeiten, schwer wie nur irgendeines war, vor das Not und Hoffnung, Wagemut und Enthusiasmus Menschen gestellt haben. Eben darum ziemt es sich vielleicht, in dieser Stunde in unvoreingenommener Rückschau uns selbst zu bezeugen, daß unsere Hingabe des Besten, das wir in uns tragen, nicht ungesegnet geblieben ist. Es waren zwei Jahre einer deutlichen Befestigung im Lande und einer stetig gesteigerten Ausdehnung unseres Wertbestandes an Menschen, Dingen und bewegenden Kräften. Die Einwanderung, gestützt auf unsere grundlegenden Arbeiten, dem Rufe des neuen Zion folgend, aber auch gedrängt durch Notstände von außen, ist von wenigen Hundert im Monat auf mehrere Tausend gestiegen. In ihrem Gefolge hat sich in allen Zweigen des öffentlichen und privaten Lebens, auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Gebiete eine ganz ungewöhnliche Aktivität geregt, uns selbst ermutigend, überraschend und zugleich uns vor Probleme stellend, wie wir sie in solcher Art und 2 17