Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 25)
- Language
- German, English, Hebrew
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/. Sitzung: Eröffnung „Eine Sache des Friedens und der menschlichen Gesittung4' liebte Theodor Herzl unser Werk zu nennen, und so empfand er es. In diesem Geiste sind wir hierher gekommen, und wir sind sicher, daß die überwiegende Majorität der Bevölkerung und die Regierung dieses Landes, das ja die Bedeutung friedvoller und freundlicher internationaler Bande kennt, diesen Geist und, was aus ihm an Streben und Leistung entspringt, zu würdigen wissen wird. Mit aufrichtiger Herzlichkeit begrüßen wir die Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und der spanisch-jüdischen Gemeinde dieser Stadt, denen wir unsere brüderlichen Grüße entbieten (Lebhafter Beifall). (In englischer Sprache fortfahrend:) Ich habe auch den Vorzug, namens des Kongresses die Vertreter auswärtiger Regierungen zu begrüßen, die uns heute durch ihr Erscheinen geehrt haben. Wir sind insbesondere glücklich, unter unseren Gästen Seine Exzellenz den britischen Gesandten zu sehen, den ausgezeichneten Wiener Vertreter derjenigen Großmacht, die unter den Auspizien des Völkerbundes die Verantwortung für die Verwaltung Palästinas übernommen hat (Stürmischer, sich immer wieder erneuernder Beifall, Hochrufe im Saale und auf den Galerien). Wenn ich, im Namen der Jüdischen Vertretung für Palästina, der Mandatarmacht den Ausdruck unserer Dankbarkeit und Achtung darbringe, so sind das nicht bloße Redensarten. Wir sind uns unserer dauernden Verpflichtungen gegenüber Großbritannien zutiefst bewußt und wir haben Vertrauen zu seinem weiteren Wohlwollen. Bei der hohen Aufgabe, die es in Palästina auf sich genommen hat, ist es unserer loyalen und harmonischen Mitarbeit im vollen Maß unserer Kräfte sicher. Mit der Uebernahme des Mandates für Palästina hat die Mandatarmacht eine schwere Last von Verantwortung auf sich genommen. Das wissen wir voll zu würdigen, aber wir sind uns auch dessen bewußt, daß diese Last in immer steigendem Maße durch die Aufbauarbeit erleichtert wird, die unter den Auspizien der Jewish Agency in Palästina 14